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gelang es ihm niemals, da er Zivil trug und wir alle in Gefängniskleidung gingen.
Nun möchte ich noch von dem religiösen Leben sprechen, das wir während der Gefängniszeit geführt haben. Ich muß schon sagen, der gemeinsame Glaube hat uns alles Leid leichter werden lassen. So manchen Abend wurden gemeinsam Marienlieder und andere Kirchenlieder gesungen und am hl. Weihnachtsfest wurde bis spät in die Nacht hinein alles, was in diese Zeit paẞte, gesungen. Bei meiner Arbeitsstätte hatte ich eine kleine Krippe aufgestellt und in arbeitsfreien Stunden wurden an derselben Andachten gehalten. So manchen Sonntag habe ich mit mehreren Kameraden gemeinsam die Vesper bzw. Komplet gebetet, da es mir vergönnt war, ein deutsches Brevier im Gefängnis zu besitzen,
Ein Feiertag war es stets für uns, wenn es hieß, Kaplan Westholt kommt zur Generalabsolution. Auf Umwegen wurde es einem jeden bekannt, und am Sonntag nachmittag schaute jeder aus seinem kleinen Fenster und ein jeder war glücklich, wenn der Herr Kaplan kam und uns die Generalabsolution erteilte. Und dann erst die Freude, wenn heimlich die hl. Kommunion ins Gefängnis gebracht wurde. Heimlich, in Brot eingebacken, wie in der Urchristenzeit! Ein jeder fühlte sich glücklich, wenn er das Himmelsbrot empfangen durfte. Das waren dann die Stunden des Glückes und der Freude in einer Zeit und an einem Ort des Elends und der Verlassenheit.-"
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