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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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ment, das ihm von der Gestapo bewilligt worden

war,

Er sagte einmal zu mir: ,, Wenn die Gestapo wüßte, welch eine große Kraft und welchen Glauben ich aus den Worten der Heiligen Schrift empfange, so hätten sie mir bestimmt das Buch nicht bewilligt."

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Er hat viel in seiner Zelle gebetet und hat die ganze Zeit in Lauerhof geistliche Betrachtungen angestellt. Eine sehr große Freude bereitete ihm auch der Brief des hochw. Herrn Bischofs, aus dem er viel Mut und Hoffnung schöpfte.- Er sagte unter anderem zu mir: ,, Peter, was hat dich doch die Gestapo angelogen, daß sich unser Bischof von uns abgewendet hätte; denn ich habe einen Brief von ihm bekommen, in welchem er mir schreibt, daß er sich voll und ganz für uns alle einsetzt." Kummer bereitete ihm, daß wir Jugendlichen auch von der Gestapo verhaftet worden waren. Aber immer wieder versuchte er, uns zu trösten. Er selber rechnete damals immer mit einer Zuchthausstrafe von mehreren Jahren, nicht aber mit der Todesstrafe. Ein andermal sagte er mir:

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,, Peter, das ist aber auch ein schlechtes Zeichen, daẞ drei Gefangene, mit denen ich die Zelle teilte, alle drei zum Tode verurteilt worden waren ich werde doch wohl nicht der vierte sein?" Mehrmals versuchte er des Sonntags, sich unter die anderen Gefangenen zu schmuggeln, um auch einmal in die Messe gehen zu können, aber leider

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gelang es ihm alle in Gefäng Nun möchte i sprechen, das geführt haben. same Glaube lassen. So m Marienlieder

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