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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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Ergebung in den

letzten Worten,

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. er Hermann.

Er

IM ANDENKEN DER JUNGEN FREUNDE

Ein Mitglied der Jugendgruppe, der mit Vikar Lange im Gefängnis zu Lübeck gelitten hat, Peter Kürle, erzählt aus der Gefangenschaft folgendes:

Nachdem wir einige Wochen in Schutzhaft ge-

sessen hatten, bekam ich im Gefängnis einen Posten, bei dessen Ausübung ich mehr Bewegungs- freiheit hatte als meine anderen katholischen Schicksalsgenossen, So war es mir auch mög- lich, mit unserem Vikar Lange des öfteren zu sprechen und auch dafür zu sorgen, daß ihm der heimlicherweise ins Gefängnis hineingeschmuggelte Meßwein und die Hostien zugewiesen wurden. Der Meßwein und die Hostien ka\en zu be- stimmter Zeit etwa in Abständen von unge- fähr 14 Tagen mit einem Wäschepaket vom Lübecker Pfarrhaus, und in der Wäsche, gut ver- packt, waren Meßwein und Hostien versteckt. Zuerst wußte der aufsichtführende Beamte nicht, was er machen sollte, aber nachdem ich ihn auf- geklärt hatte, und noch ein ebenfalls mit mir arbeitender Schicksalsgenosse(Franz Mahn) den Beamten darum bat, er möge die Dinge weiter- leiten, kamen diese dann auch zum rechten Ort, zur Zelle des Vikars Lange.

Er hat dann regelmäßig jeden Morgen in aller Heimlichkeit die heilige Messe gefeiert.

Ein besonderer Trost war ihm das Neue Testa-

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