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Wo seine Zeugen sterben, ist sein Reich : Briefe der enthaupteten Lübecker Geistlichen und Berichte von Augenzeugen / zsgest. von Josef Schäfer
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Euch nur ant- sein? Das, worüber ich bisher predigen durfte, 2. voll großer darf ich dann schauen! Da gibt es keine Geheim­dem heutigen nisse und quälenden Rätsel mehr. Da darf ich - vorbei- und mich hinkuschen zu Füßen derer, die mir hier auf ne von ihren Erden Mutter und Führerin war! Und die heilige

e wunderbare

Ihn habe ich ich fester an

Theresia

vom Kinde Jesu , meine

besondere

n Christus, der Freundin, nimmt mich dann an die Hand. Heute ist die große Heimkehr ins Vaterhaus, und da sollte ich nicht froh und voller Spannung sein? werden. Wie Und dann werde ich auch all die wiedersehen, die

jetzt noch ein­

doch die fol­

15, 43£ 55!

wo immer Ihr ubel über die

n geschehen? fürchten? Im age ich Euch, mt die größte ich bis jetzt war letztlich

e Ziel, dessen as kein Auge und was in ist, hat Gott r.2, 9.) Jetzt in Schauen,

er werde ich

st! Da sollte Tie mag alles

mir hier auf Erden lieb waren und nahe standen!"

Das einzige, was ihn mit Schmerz erfüllte, war das Leid seiner Eltern. Er findet rührende Worte, um sie zu trösten:

,, Nun zu Euch! Wie Euch ums Herz ist, weiß ich. Wenn ich an Euch denke, wird mir das Herz schwer. Die Last, die in den letzten Monaten auf Euren Schultern drückte, war hart, und dieses Ende ist noch härter. Es ist nur gut, daß P. jetzt da ist... Ihr alle tut mir die größte Freude, wenn Ihr dieses Leid mannhaft und stark als ganze katholische Christen tragt. Tragt doch alles hin zu dem, der für uns gelitten hat und das schwerste Leid durchkostet hat. In Ihm können wir alles tragen. Seht, die Bande der Liebe, die uns mitein­ander verbinden, werden mit dem Tode ja nicht durchschnitten. Ihr denkt an mich in Euren Ge­beten, und daß ich allezeit bei Euch sein werde, für den es jetzt keine zeitliche und räumliche Be­schränkung mehr gibt, das ist ja klar!

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