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Deutsche Photographen-Zeitung 1894. Nr. 36.
Ehrenvolle Erwähnung: Karl Becker, Naumburg. Lichtdrucke nach eigenen Landschafts-Auf- nahmen. Sorgfältige Arbeiten ohne hervorstechende Eigenschaften.
Abtheilung C. 16) Für photographische Gebrauchsgegenstände aller Art. Silberne Medaille: Carl Zink, Gotha. Celloidinpapier-Giessmaschine für kleinen Bedarf. Durch Einfachheit und Zuverlässigkeit der Construction ausgezeichnet, sparsam im Raum und im Material.
Bronzene Medaillen:
Edmund Gaillard, Berlin. Glaslineaturen und Glasnetze eigener Fabri- kation für autotypische Reproduction. Gleichmässige saubere und correcte Ausführung in mehreren Mustern.
Friedrich Hemsath, Frankfurt a. M. Amerikanische Original-Glas raster von Max Levy und eigene„Arbeitsraster“ für autotypische Aufnahmen. Durch die gleichen Eigenschaften wie die vorigen ausgezeichnet.
Max Blochwitz, Dresden. Wandelhindergrundgestell und Entwürfe zu Hindergründen für dasselbe. Gute Ausführung des praktischen Möbels im Grossen und gewandte Compositionen für den Zweck der Benutzung in demselbeu.
Carl Seib, Wien. Verbesserte Spirituslampe zur Heisssatinirmaschine „Fernande“. Ingenieuse Construction zur Verbütung von Explosionsgefahr durch schadlose Ableitung der etwa zu viel erzeugten Alkohol-Aetherdämpfe.
Dĩiplome:
Ernst Wolff, Pforzheim. Pbotographie-Rabmen(Ständer) in Schmiede- eisen und blankem Kupfer. Geschmackvolle Muster und solide Arbeit.
Brandt& Wilde Nachfolger, Berlin. Ständer-Enveloppes für Pboto-
graphieen. Dienen neben der Verpackung der Bilder auch zur Aufstellung
derselbep; praktische und geschmackvolle Neuerung.
Ehrenvolle Erwähnungen: Robert Fritz, Suhl i. Thür. Sicherbeits-Schlagstempel mit auswechsel- barer Jahreszahl. Oekonomische Neueinführung. R. Blänsdorf Nachfolger, Frankfurt a. M. Schauständer für Photo- graphieen mit Uhrwerk. Raumsparendes und Aufmerksamkeit erregendes Geräth für Schaufenster und-Kasten.
0 ₰. Pyro-Glycin-Entwickler. Eingesandt von der Firma Unger& Hoffmann, Dresden, als besonders geeignet für die Apolloplatten und Diapositivplatten eigener Fabrikation.
Die Pyrogallussäure gilt bis beute noch als diejenige Entwicklersubstanz,
welche— besonders bei kurz belichteten Platten— die am besten durch- gearbeiteten Schatten, wie überbaupt die schönste Modulation des Negatives liefert. Wiewohl die beiden neuesten Rapidentwickler Amidol und Metol in dieser Beziehung gleichfalls Bedeutendes leisten, wird denselben doch der Pyrogallentwickler von den meisten Operateuren vorgezogen, weil eben mit Hilfe des letzteren eine im Ganzen feinere Zeichnung und besser copirende Negative erzeugt werden können. Das erst seit verhältnissmässig kurzer Zeit bekaunte Glyein audererseits ist zwar eine nur langsam wirkende Eotwicklersubstanz, zeichnet sich aber bekanntlich durch sehr reine, völlig schleierfreie gleichmässige und zarte Ent- wicklung aus und liefert Negative von vortrefflicher Deckkraft.
Um die guten Eigenschaften dieser beiden Reductionsmittel zu vereinigen,
wurde der folgende Entwickler combinirt, der in der That überraschend schöne Resultate liefert:
Lösung A: Wasser dest. 200 cem, kohlensaures Kali ch. r. 8 g, Glyein 2 g,
schwefligsaures Natron ch. r. 15 g.


