Jahrgang 
1894
Seite
85
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oFer, Nr. 9. Deutsche Photographen-Zeitung 1894. 8⁵ e den diesjäbrigen Maschinen den älteren gegenüber zeigte, Nachricht zu geben, näm- atix. aud) lich von der verbesserten Einrichtung der Spiritusbeizung, welche jede Explo- leru a1 lattan sions- und Feuersgefahr ausschliesst(Fig. 8 und 9). Der Kessel, in welchem das

Mlliae, ht 1nn a gi Aether-Alkohol-Gas bereitet wird, steht mit einem Apparate, welcher gleich- 1 zeitig als Sicherbeitsventil und als Manometer dient, in Verbindung. Seine feine 4 Reaction gegen jede Druckschwankung des Gases in dem Kessel gestattet eine leissi leichte und siebere Controle. Im Falle einer Ueberproduction des Gases, das be- 86. kanntlich schwerer als Luft und daher bei freiem Ausströme auf die Tischfläche ein Träger grosser Gefahr ist, sobald es mit der Flamme uoter dem Kessel in Berührung kommt, geht der Ueberschuss gefahrlos durch den Manometer hin-

hotog anhen L durch und wird durch einen Schlauch unter den Tisch geleitet*). h 7 Dhen.enan 3(Fortsetzung folgt.)

n die anganite Refecto-Photographische Städte-Wandelbilder

Von Dr. K. S.

Aufnahmen als Colossalbilder auf eine am Saalende aufgespannte mächtige Leinwandfläche geworfen. Dieselben erschienen in elektrischem Lichtscheine grau in grau mit einer an Leben und Wirklichkeit erinnernden Treue und Klar- beit. Der erzielte Effect war ein überraschender. Es wurde hierdurch dem Dgelaufeuen Janm he Zuschauer ermöglicht, eine historisch, kunst- und culturgeschichtlich recht ezeichuet voriel interessante Wanderung durch die Strassen, Plätze, Kirchen, Paläste, Märkte, Promenaden, Gärten und Befestigungswerke Altmünchens zu machen. In Ver- bindung mit den unmittelbar in Reffex sich anschliessenden photographischen Momentaufnahmen der Neuzeit war es Jedem ermöglicht, interessante Vergleiche zwischen sonst und jetzt zu ziehen. Da die Lichtbilder in chronologisch ge- ordneter Reibenfolge, anfangend vom 13. und 14. Jahrbundert bis herab auf unsere Tage, die Oertlichkeiten in getreuester Darstellung brachten, so konnte man sich ein fortlaufendes Bild von der Städte- und Vorstädteentwicklung Isar-Athens bis in die neueste Zeit machen. Dabei spiegelte sich das Volks- leben, der Strassenverkehr, die bauliche Gesammtanlage der Stadt, die Trachten des Jahrhunderts, die monumentale Ausschmückung der blätze, die decorative und architektonische Ausgestaltung der Wohnhäuser, Paläste, Brücken und Thore in dem durch die Zeit und ihren Geschmack erhaltenen bistorischen Gepräge wieder: Wir erblickten Thürme, Kirchen, Thore, Strassenzüge, von denen heut- zutage kein Mensch mehr eine Vorstellung bat, da sie entweder der Zeit und ihrem Ruin zum Opfer fielen oder zufolge Wegfalles ihrer ursprünglichen Be- stimmung bedeutungslos wurden und wegen der Stadterweiterung weichen mussten, wie z. B. der Schuldthurm, der Hexenthurm, verschiedene Einlasstbore, Befestigungswerke, Kirchen etc. An der Stelle, wo ehemals das Schiesshaus der Schützengilde stand, erschien die grosse Monumentalfront des Centralbahn- hofes; an der Stelle, wo vor 50 60 Jahren die feine Welt paradirte und lust- wandelte, steht heute eine Caserne; alte lauschige Ruheplätzchen mit lieblichen Anlagen und Baumpflanzungen, Wirthsgärten etc. sind in grosse Häuserquadrate umgéewandelt, in denen ein reges Verkehrsleben wogt. Ganz besonderen Bei-

*) Der Umstand, dass die Maschine trotz einer so erheblichen Neuerung ausser Wettbewerb angemeldet war, und, wie durch sämmtliche Preisrichter einmüthig festgestellt ist, auch nicht auf dieselbe aufmerksam gemacht wurde, hat die Verbesserung als solche die Einrichtung It Heès ass an sich ist Keinem entgangen oder unbekannt geblieben übersehen lassen. Daraus erklärt der Schtec inen sich die irrige Angabe in dem Bericht über die Ausstellung(S. 15), dass an derFernande esssatinmee lumn Neuerungen nicht hervorgetreten seien. B. M.

für Hesterfele u