Jahrgang 
1894
Seite
93
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Nr. 70. Deutsche Photographen-LZeitung 189b9.. 93

Für Reproductionen lässt sich eine Staffelei(Reissbrett) auf dem sich nach vorn bewegenden Theile des Laufbodens anbringen, wo dann die Einstellung äͤusserst bequem ist, da die Entfernungen sowohl zwischen Original uud Ob- jectiv als auch zwischen Visirscheibe und Objectiv durch Zahnstangentrieb regulirt werden können(Fig. 9).

Der längste Balgauszug beträgt 220 cm(Fig. 10).

Die Camera lässt sich vom Stativ abheben und ohne dasselbe auch auf einem gewöhnlichen Tische ge- brauchen.

Bei dem Stativ sind die Kurbeln an der Seite ange- bracht, damit man selbst beim längsten Auszuge der Camera dieselben bequem erreichen kann, was bei der Anordnung vorn und hinten nicht zu erzielen ist.

Sowohl der Vorder- als auch der Hintertheil kann für sich gehoben, und so die Camera beliebig schräg gestellt werden.

Die Hinterbeine des Statives haben drehbare Rollen, um die Camera beim Fahren bequem lenken zu können. Die Vorderbeine haben feste Doppelrollen.

Dureb eine eigenartige Vorrichtung lässt sich das Ganze durch einen Fusstritt bequem am Boden fest- stellen..

Stativ und Camera sind zusammengeschoben nur e m lang, nehmen deshalb wenig Raum ein(Fig. 11). Ausserdem lag die schon früher prämiirte

Zaspelsche Wechselcassette

vor, mit einer neuen Zusatzeinrichtung, durch welche es ermöglicht wird, nach Belieben Glasplatten oder auch Films aller Art in der Cassette zu benutzen

SFig. 11.

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G. Janssen& Co., Rahmenfabrik etc., Köln a. Rh., Norbertstr. 30. Ausgestellt war ein grosses Tableau mit 1

Plüsch- und Holzrahmen,

in den verschiedensten Arten zusammengesetzt und verkröpft. darüber nicht vor.

Näheres liegt

Ed. Jerzabek& Söhne, k. k. privilegirte Kattundruck-Fabrik in Mährisch-Neustadt.

Im Januar des Jahres 1891 wurde zuerst in derPhotographie auf einen hellblauen Vorhangstoff für Ateliers

aufmerksam gemacht, welcher auf Veranlassung des Berichtenden, H. See- burger, und auf Grund langer Versuchsreihen in der vorbezeichneten Fabrik eigens für photographische Zwecke hergestellt war, und der sich seitdem fortschreitend in der Praxis eingebürgert bat. Derselbe widersteht in bemerkens- werther Weise der Nässe, und seine lichte Farbe verändert sich durch die stärkste Sonne in kaum merklichem Grade, wie auch das kräftige Gewebe der Hitze nicht nachgiebt, während andere an sich gute Stoffe, als Zuggardinen benutzt, bekanntlich nach kurzer Zeit wie Zunder zerfallen. b

Harzer Patentstuhl-Fabrik A. Knöchelmann, Goslar a. H. Patentstuhl für Brustbilderaufnahmen.

Der Stuhl ist aus Eichenholz in Form eines eleganten Hockers gefertigt und auch für schwere Personen reicblich stark genug. Ein fast unverwüst- licher, aus Stahl, bestem schmiedbaren Eisenguss und Messing gearbeiteter Mechanismus ermöglicht es, den Sitz sofort durch einen leichten Druck auf eine am Sitzrande befindliche, durch ein goldenes Sternchen oberhalb bezeich- nete Hebelplatte in die gewünschte Höhe zu verstellen. Losgelassen steht er