Jahrgang 
1889
Seite
396
Einzelbild herunterladen

4 . 8 .-

8

396 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 49.

Dieselbe, in einfacher Umhängetasche zu trans- portiren, zeichnet sich durch sehr grosse Leichtig- keit und Compendiösität aus. Die Camera ist auf einen geringen Theil zusammenzulegen(Fig. 2) und kann sowohl in der Hand(Fig. 3), als auf einem Stativ gebraucht werden(Fig. 4).

Die Camera hatte eine wesentliche Neuerung, die uns ganz besonders wichtig erschien, nämlich die, das Objectivbrett, welches seitlich und von oben nach unten beweglich ist, auch noch um eine

E I ſſſſͤ

Fig. 4.

wagrechte Achse drehbar zu machen. Hierdurch ist gewissermaassen ein Ersatz für einen kugelgelenkartigen Einsatz der Objective ge- geben: ein Punkt, der besonders bei Aufnahmen von hohen Gebäuden oder tiefen Thälern von sehr grosser Bedeutung sein kann, indem ein Schiefstellen der Camera hierbei überflüssig wird.

Die matte Scheibe bei dieser Camera wird beim Exponiren nieht herausgezogen, sondern bleibt durch Federdruck, auch wenn die Cassette eingeschoben ist, hinter dieser stehen.

Eine Camera für Plattengrösse 13 18 cm nimmt zusammen- gepackt nur die Grösse von 7 17 22 em ein und wiegt ohne Stativ 1,3 kg und mit dem Stativ 2,1 kg. Die Preise für diese Cameras sind ebenfalls sehr billig, sodass z. B. die ebengenannte 13 18 ohne Objectiv mit einer Doppelcassette 42 Mark kostet.

Besonderes Aufsehen erregte

die grosse Camera zur Aufnahme von lebensgrossen directen Portraits. Das zu dieser Camera gehörige Stativ zeichnete sich durch grosse Eleganz und auch die Camera selbst durch sehr exacte Arbeit aus. Der Zahnstangentrieb ermöglichte durch einen einfachen seitlichen Druck in bedeutender Weise das Ausheben der Zahnräder. Das Stativ selbst hatte bei leichtester Handhabung die Eigenschaft, die Camera nach vorn und hinten zu heben, oder zu senken, ohne dass man den Standpunkt an der Visirscheibe zu verlassen brauchte.

leiber Odass Jurch Cann.

Lu Cawer ausse