Jahrgang 
1889
Seite
361
Einzelbild herunterladen

kung 1889

an ert das abnlad ſe3

Nr. 44. Deutsche Photographen-Zeitung 1889. 361

Ueber die Aufnahmen mit dem Apparate brauchen wir an dieser Stelle nichts weiter hinzuzufügen; für jede neue Aufnahme wird, wie oben beschrieben, mit dem Schlüssel P weiter gedreht. Eine Tabelle, die vorn im Apparate eingeklebt ist, gestattet für jede Aufnahme die bez. Notizen zu machen.

Das Herausnehmen des belichteten Papiers und das Einsetzen von neuem Papier geht leicht vor sich. Man klebt dabei die be- zeichnete Stelle der peuen Papierrolle an die Walze A fest und dreht mit dem Schlüssel P die Walze 4 so lange um, bis alles Papier darauf ist. Nach Herausnehmen des Stiftes G kann man das Brett- chen H entfernen und das Papier zwischen C und E hindurech über D hinweg an der Walze B befestigen.

Entwickeln, Fixiren ist wie gewöhnlich vorzunebmen.

Der Preis desReporters ist Mk. 60,, die zugehörige Leder- tasche kostet Mk. 6,.

Giessmaschine für Gelatine-Trockenplatten.

Erfunden von M. Kattentidt, Ingenieur in Hameln a. Weser.

Die Maschine dient dazu, Glas- oder Metallplatten in ununter- brochener Reihenfolge mit einer Emulsionsschicht gleichmässig zu überziehen, um Trockenplatten für die Photographie herzustellen.

Ein eisernes Maschinengestell nimmt die einzelnen Maschinen- theile auf. Ueber die ganze Länge der Maschine führt ein zwei- theiliger Schnurbetrieb, über welchen die Platten von einem Ende der Maschine zum anderen befördert werden.

Die endlosen Kettenschnüre des ersten Schnurbetriebes gehen in der Höhe der Tischplatte über zwei Walzen und die unteren Spann- walzen. Unmittelbar daran schliesst sich der zweite Sebnurbetrieb, bestehend aus den in derselben Höhenlage über die Walzen und die unteren Spannwalzen geführten endlosen Kettenschnüren.

Die Schnurbetriebe werden von der Handkurbel und dem Schwung- rade aus durch die Stirnräder und die Riemenscheiben mittelst offenen Riemens für den zweiten Theil, und mittelst gekreuzten Riemens für den ersten Theil durch die Riemenscheiben angetrieben.

Von der Axe aus treibt die Riemenscheibe mittelst conischer Räder die Bürstenwalze an, welche den letzten Staub von den Platten entfernt, bevor sie unter dem Giesser anlangen. Hier findet der Ausfluss der Emulsion aus einem feinen verstellbaren Spalt über eine elastische auf den Platten schleifende Brücke statt. Zwischen den Platten durchhängende Tropfen werden durch die mit Abkratzern versehenen Walzen entfernt.

Die sich weiter bewegenden Platten gelangen nun auf dem zweiten Schnurbetriebe in den Kühlraum, welcher aus einer unteren, von unten gekühlten Marmorplatte und oberen Kühlgefässen gebildet wird. Am Ende der Maschine werden die Platten vollständig erstarrt abgenommen und in die Trockenräume befördert. Die Kühlung ge- schieht mittelst kalten Wassers, welches nach einander die oberen Kühlgefässe passirt und dann noch die in unteren Kühlgefässen