Deutsche Photographen-Zeitung 1889.
Fig. 1 stellt die Ansicht vom Objectiv aus, Fig. 2 die Ansicht von vorn aus dar.
Der Verschluss wird auf das Objectiv gesetzt und durch eine Schraube festgestellt. Durch Drehung des Hebelarmes fd um die Achse wird der Arm f nach oben, der Arm d nach unten geschoben. An jedem der beiden Knöpfe f und d ist eine Lamelle befestigt, die wie bei dem gewöhnlichen Guillotine-Verschluss in der Mitte eine quadratische Oeffnung besitzt. In der Ruhe liegt die Oeffnung der an f befestigten Lamelle unter der Objectivöffnung, die Oeffnung der an d befestigten Lamelle oberhalb der Oeffnung. Beim Aufziehen des Verschlusses gleiten beide gleichzeitig von unten resp. oben vor der Oeffnung vorbei und befinden sich dann in umgekehrter Stellung zur Oeffnung des Objectives. Durch Drücken auf den Gummiball wird der Verschluss ausgelöst und beide Oeffnungen gleiten, umge- kehrt wie beim Aufziehen, wieder bei der Objectivöffnung vorüber, wodurch die Exposition geschieht. Hierdurch ist ersichtlich, dass das Oeffnen und Schliessen des Verschlusses ein spaltförmiges ist und von der Mitte aus gleichmässig erfolgt.
Zum Einstellen dreht man den Knopf c ein wenig, dann tritt ein daran befestigter Stift in die unterliegende Scheibe und hält die beiden Lamellen, wenn sie halb hoch gezogen sind, fest— es ist das gerade der Zeitpunkt, bei welchem beide Oeffnungen voreinander vor der Objectivöffnung stehen. Zieht man nach dem Einstellen e wieder hoch, so schliesst sich der Verschluss wieder. Zur Vergrösse- rung der Geschwindigkeit kann man die Knöpfe f und g mit Gummi- bändern verbinden. Auch ist umgekehrt durch Drehen der Scheibe a von S(schnell) auf L(langsam) eine Veränderung der Geschwindig- keit zu erreichen.
Wenn man auf Zeit exponiren will, so dreht man die Scheibe nach L und stellt den Anschlagestift e so, dass er in einen darunter befindlichen Spalt tritt. Dann öffnet sich beim Druck auf den
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