Jahrgang 
1889
Seite
261
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Nr. 32. Deutsche Photographen-Zeitung 1869. 261

auf das obengenannte Papier, theils mittels reffectirten, zerstreuten Sonnenlichtes in der Camera hergestellt.

Diese, sowie die Studien über Stellung und Beleuchtung im Por- trait-Atelier zeigen eine wahrhaft künstlerische Vollendung und Auf- fassung und eine Technik der Negativ- und Positivretouche, in wel- cher auch der geübte Fachmann eine Aunregung empfängt.

Die ebenfalls in dieser Abtheilung hergestellten Copien auf Albumin-, sowie Collodionpapier ete. sind um so instructiver, weil die Herstellungsweise sammt den Fehlerquellen, welche den Anfänger stören, sehr anschaulich demonstrirt sind.

Die Pigment-(Kohledruck-) Bilder(Lehrer: R. v. Reisinger) sind zahlreich in verschiedenen Arten vertreten, auf Mattglas, durchsich- tigem Glas, Papier einfach und Papier doppelt u. s. w.; sie zeichnen sich durch ibre verschiedene Färbung der Pigmente aus, sowie die Anwendung zu Bildern auf Emailglas, zu Diapositiven, sowie zu

Bildern auf Kupfer, als Versuche zur Heliogravüre und Photogalvano-

graphie.

Diese und die eingangs besonders bervorgehobenen Lichtpaus- verfahren(Cyanotypie, Kupfersalz-, Uran- und Anilin-, wie Pelletscher Blaudruck) und endlich die Platinotypie(Lehrer: Herr Dr. Lainer), welch' letztere Bilder sich besonders durch ihre plastische Tiefe und Zartheit der Zeichnung und Töne auszeichnen, werden wohl in der Art noch nicht alle geübt, wie dies zu wünschen wäre, sind aber vom theoretischen Standpunkte aus höchst interessant und beachtenswertb.

Die Reproductionsabtheilung(Fachlebrer: Herren Jaffé und Stein- drueker Brabetz), die allein 118 Nummern umfasst, zerfällt in die Fächer: a) Reproduction, b) Lichtdruck, c) Photolithographie und d) Zinkographie. Sehr interessant ist es, den Vorgang der Zink-

aAͤtzung oder den der Lithographie vom Anbeginn bis zur Fertig-

stellung des Objects zu verfolgen, wie die Ausstellung dies in sehr anschaulicher Weise vors Auge führt. Erwähnenswerth sind ferner noch die grossen, nach Original-Kupferstichen reproducirten Litho- graphien, die der Laie vom Original kaum unterscheiden dürfte, wie die Reproductionen alter Holzschnitte auf wurmstichigem, altem Ori- ginalpapier überhaupt nicht zu unterscheiden sind.

Neu sind Photolithographien auf Leder, welche colorirt und zu Galanteriewaaren verwendet werden, sowie Glasätzungen von Kamp- mann, welche auf photographischem Wege in verschiedenen Farben- tönen auf weissem und farbigem Glase geätzt sind.

Von verschiedenen Anwendungen der Phbotographie, welche von der Anstalt ausgestellt waren, erwähnen wir: die orthochromatische Reproduction von altägyptischen Geweben, die auch seiner Zeit der Jubelschrift des k. k. österreichischen Museums für Kunst und In- dustrie beigegeben waren und grosse Anerkennung der Fachleute erregten(orthochromatische Collodionemulsion; reprodueirt in Licht- druck). Ferner Aufnahmen zu pomologischen Zwecken(Photogra- phien von Obstbaumanlagen und Details durch Prof. Stoll, welcher derartige Specialstudien an der Anstalt machte), zu medicinischen Studien(Aufnahmen von typischen Krankheitsformen für Orthopädie etc., Momentbilder typischer Irrsinnsfälle in der Landesirrenanstalt in Kierling bei Wien).

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