Jahrgang 
1889
Seite
248
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248 Deutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 30.

solche, die für den Herausgeber einen gewissen Werth als Reclame bietet, sondern sie hat auch für den Käufer von photographischen Artikeln einen Werth. Hierdurch ist wiederum bedingt, dass Der- jenige, welcher eine solche Preisliste empfängt, dafür auch einen Kaufpreis zu zablen hat. Schon dadurch, dass der Empfänger einer solchen Preisliste dieselbe nicht gratis erhält, sondern sie, wenn auch mit einem nicht zu hohen Preise bezahlt, wird in seinen Augen der Werth der Preisliste ein höherer sein. Es erscheint auch eine solche Entschädigung für den Herausgeber der Liste insofern ganz angemessen, als derselbe dadurch in den Stand gesetzt wird, die Preisliste in der feinsten und nobelsten Weise anzufertigen, ohne die Kosten dafür auf den Preis der Waaren selbst schlagen zu müssen. Auf diese Weise würden Diejenigen, welche die Preisliste gratis empfangen und daraufbin doch keine Bestellung machen, gewisser- maassen dieselbe auf Kosten der wirklichen Käufer empfangen, und das scheint nicht billig zu sein.

Etwas Anderes ist es, wenn eine Firma die mit ihr bereits in Verbindung stehenden Geschäftsleute mit der Liste gratis versieht, denn dadurch ist gewissermaassen eine Auffrischung, ein Wieder- neu-ins-Gedächtniss-Rufen der betreffenden Firma verknüpft. So erscheint es auch richtig, wenn man den Preis, welcher für eine solche Preisliste erlegt ist, wieder in Anrechnung bringt, sobald der Betreffende bis zu einer bestimmten Höhe bei der Firma eine Bestellung macht. Selbstverständlich gilt diese Auseinandersetzung hauptsächlich wohl nur für grössere Preislisten und weniger für Specialgeschafte, denn hier sind ja die Preislisten von bedeutend geringerem Umfange und werden die Kosten dafäür nicht so bedeutend in Anschlag zu setzen sein.

818) In welcher Weise ist es möglich, Trockenplatten während des Ent- wickelns, wenn sie zu grau kommen, gleich zu verstärken?

819) In welcher Weise ist es möglich, Platten vollkommen auszuentwickeln, wenn sie kurz belichtet sind und die Entwicklung harte Resultate ergiebt?

Antworten.

Zu Frage 809: Bei einer festen Schutzvorrichtung gegen die Sonnenstrahlen auf dem Dache wird wohl Buckelglas zu empfehlen sein. Bei zeitweisem Ge- brauch mattire man die innere Glasseite mit Kleister, welcher sich mit warmem Wasser stets wieder abwaschen lässt, dieses ist jedoch für das Dach zu umständ- lich und mehr für die Seitenwände zu gebrauchen. Eindringende Sonnenstrahlen vom Dach aus zerstreut man, wenn man sich eine Gardinenvorrichtung aus Gaze (bläulich) ganz dicht unter dem Glase anbringt, also zwischen dem Glase und der eigentlichen dunkeln Gardine. Statt der Gaze kann man auch paraffnirtes oder weissbläuliches Seidenpapier, auf kleine Holzrähmchen gespannt, welche zum Schieben eingerichtet sind, anbringen. Bei Ankauf von Glaspapier muss man vorsichtig sein, will man die richtige Qualität erhalten.

Zu Frage 812: Das Boraxbad ist zu frisch, setzen Sie dasselbe einige Stun- den vor dem Gebrauch an, nehmen Siegebrannten pulv. Borax und schalten Sie zwischen dem 4. u. 6. Wässerungsbad ein Salzbad ein. E. Hirsch, Lauscha.

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