Jahrgang 
1889
Seite
223
Einzelbild herunterladen

itung 158. 8

na ge 1n

. 2 4. ramide wwa

an 4 1

8 re Anerkannt Tühi

8 h. *Mlers Stot m 8-. ¹ DeNe jneg bin Dewels Jelnes Ninn 4 1 Uieh zu perpa 4 Chl atwge hae. etRas Uarh 2 hat die Pirmaſ 1

* 4 4 4 1. au! erhallll Nl

4 pr an sehwert Verdeh.

1 A 3 AT e sehr gelupgeht des .

viel Nübe as

2 9 0

ie

ausgezeig n

an AAdA 8 led. A

Nr. 27. Deutsche Photographen-Zeitung 1889.

Correspondenz.

Da auf eine vor einigen Wochen in derDeutschen Phot.-Ztg. ergangene Anfrage nach einem Recepte zu haltbarem concentrirten Hydrochinonentwickler eine Antwort bis jetzt noch nicht erfolgt ist, so nehme ich mir die Freiheit, in Folgendem mein bewährtes und seit Jahresfrist im Atelier der Hofphotographen Selle& Kuntze in Potsdam angewandtes Recept mitzutheilen.

In einer Flasche, welche gross genug ist zum bequemen Schüt- teln, werden 500 cem dest. Wassers im Wasserbade erwärmt und darin gelöst entweder

200 g chem. reines Natriumsulfit, oder besser 100 g wasserfreies Natriumsulfit von Kahlbaum, Berlin.

Nach vollständiger Lösung des Sulfits werden 25 g Hydrochinon zugeschüttet und gleichfalls durch Schütteln aufgelöst.

In einer zweiten Flasche löst man

300 g chem. reines kohlensaures Kali in 300 cem dest. Wassers.

Sind beide Lösungen vollständig klar, so werden sie gemischt und auf Flaschen mit Patentverschluss gefüllt, sodass keine Luft mehr über der Flüssigkeit steht.

In solchen Flaschen hält sich der Entwickler fast unbegrenat. angebrochene Flaschen sollen in der Regel in 814 Tagen aufge- braucht, werden.

Zum Entwickeln verdünnt man diese Vorrathslösung mit 5 Theilen

Wassers, und kann etwa 36 bPlatten nacheinander darin hervor-

rufen, doch nimmt die Energie des Entwicklers dabei allmählig ab. Als Beschleuniger dient Zusatz einer etwa 40% igen Aetzkalilösung (auf 100 ccm Entwickler je 1 2 ccm). Die meisten, wenn auch nicht alle Plattensorten vertragen diesen Zusatz auch bei heissem Wetter ohne Schaden. wenn man nur der Entwicklung ein nicht zu starkes Kochsalzbad(niemals Alaun!) folgen lässt.

Für grösseren Betrieb habe ich eine etwas andere Art der Ent-

wicklung noch practischer gefunden. Ich verdünne den concentrirten

Entwickler nur mit dem gleichen Volumen Wasser, und setze von vorn herein Aetzkali zu. So kann man in einer Schaale, in der- selben Flüssigkeit, hintereinander bis zu 50 Platten entwickeln, und muss nur darauf achten, bei grösseren Pausen in der Entwicklung die Flüssigkeit in eine enge Mensur zurückzugiessen, damit sie nicht längere Zeit mit grosser Oberfläche der Luft ausgesetzt ist.

Die Dauer der Entwicklung ist sehr kurz und betràgt, je nach der Temperatur, eine halbe bis höchstens 5 Minuten.

Der Entwicklung folgt nach gutem Abspülen das oben erwähnte Kochsalzbad, dann das Fixirbad, welehes ich nicht zu sehr con- centrirt zu nehmen empfehle.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Potsdam. Paul Baltin.

. 8