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96 Heutsche Photographen-Zeitung 1889. Nr. 11.
Cyanbade, bis die Umwandlung des Bildes in allen Theilen vor sich gegangen ist. Spült man jetzt leicht und legt das immer noch fleckige und gelbe Bild bis zu einer Stunde in starke Cyankaliumlösung, ohne dass man die Schaale zu bewegen praucht, so resultirt ein zwar sehr dünnes, aber ganz reines Bild, frei von Flecken und Gelbschleier. Es handelt sich jetzt nur noch darum, dem sehr schwachen Bilde wieder die nöthige Intensität zu verleihen, was man folgendermaassen er- reichen wird: Nach gutem Auswässern lässt man Quecksilberchlorid- lösung so lange auf die pPlatte einwirken, bis auch die Lichter davon betroffen sind, spült dann wieder sehr lange und trocknet. Jetzt legt
man die Platte etwa einen Tag an einen feuchten Ort(Keller etc.), um zu bewirken, dass die Gelatineschicht einige Feuchtigkeit aufsaugt. Bringt man hierauf die Platte über eine Schaale(Schicht nach unten), welche Ammoniak enthaält, so entsteht ein Negativ, welches, frei von allen Flecken, auch die nöthige Copirfähigkeit besitzt, im schlimmsten Falle kann die Verstärkungsoperation wiederholt werden. Die so restaurirten Platten werden zum Schluss nicht gewässert, sondern
gleich lackirt. Zweibrücken. Kirchhoff. 3 Fragekasten. Fragen.
787) Ich benutze zum Sensibilisiren von haltbarem Albuminpapier das auch in dieser Zeitung oft empfohlene Bad von 100 Thln. Wasser, 10 Thln. Silber, 10 Thln. Citronensäure, 5 Thln. Alkohol. Nach den ersten 5—6 Bogen färbt sich das Bad gelb und wird immer dunkler bis zur Sherryfarbe; ausser- dem bildet sich auf dem Boden der Wanne nach und nach ein brauner fleckiger Niederschlag, auch findet eine so starke Gasentwickelung statt, dass die Ober- fläche des Bades stets mit Luftblasen besät ist, und man beim Präpariren ganzer Bogen kaum vermeiden kann, dass nicht Blasen unter denselben bleiben. Arrow- rootpapier lässt sich so gut wie gar nicht auf diesem Bade präpariren, da so zahllose Blasen entstehen, dass dieselben gar nicht fortzubringen sind. Ausser- dem tont das Papier langsam, trotzdem die Bilder mit Salz ausgewaschen wer- den. Weiss Jemand der geschätzten Herren Collegen Rath gegen diese Uebel- stände oder kann event. ein anderes einfaches Verfahren zur Herstellung haltbar gesilberten Papiers angegeben werden?
Antworten.
Zzu Frage 785: Um meine Objective vor diffusem Licht zu schützen, durch- bohre ich die oberen Ecken meiner Camera mit einem mässig starken Nagel- bohrer. Von der Dicke dieses Bohrers nehme ich einen Eisendraht, welcher So gebogen wird, dass derselbe, die beiden Enden in die beiden Bohrlöcher gesteckt, je nach Bedarf bis zu ½ Meter, anfangs wagerecht, zur Rundung bin jedoch etwas aufwärts gebogen, über das Objectiv hinausreicht. Ueber diesen Draht ziehe ich die Einstelldecke(welche aus schwarzem Callmuc besteht und keinerlei Licht, selbst nicht Sonnenstrahlen, hindurch lässt), so dass auf beiden Seiten soviel Tuch herabhängt, um, zusammengefasst, noch einen wirksamen. Schutz gegen die vom stark beleuchteten hellen Boden reflectirenden Strahlen zu gewähren. Als Landschafter hatte ich früher oft Gelegeuheit alle möglichen Vorrichtungen zu probiren, fand aber oben beschriebene als einfachste und wirk- samste. Will man die Camera nicht durchbohren, so schraubt man auf das Vordertheil kleine Oesen, welche den Draht halten. Bei Durchbohrung ist jedoch ein Durchlöchern des Camerabalgens vorsichtig zu vermeiden.
Franz Bornée, Saarburg.
Bericht
man! un geil Jer CasseTey
Prot ſcol häufiten


