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Der Segen Gottes, Das ist: DRey Predigten, vber die drey Versicul deß gewöhnlichen Göttlichen Segens, auß dem vierdten Buch Mosis, im sechsten Capittel : Der Herr gesegne dich, vnd behüte dich. Der Herr erleuchte sein Angesicht vber dich, vnd sey dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auff dich, vnd geb dir Friede
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no Die IX Predigt vber dasgewoͤhnliche Geſang / ligen Seiſt in ſolchem Stuck muhtwillig vnd in der That widerſtre⸗ ben? Du ſingeſt wol da in der Kirch: Du faͤſſe Lieb ſchenck vns dein Gunſt/laß vns empfinden der Liebe Brunſt / c. So bald du aber wider⸗ vmb auß der Kirch vnd Anheim kommeſt:ſo gar begereſt du dich nit der Liebe zu beweiſen / du gebeſt nicht gern dem Armen ein Stuck Brot:Ja weñ du jme ſein Buot noch koũteſt nemmen dazu / das were din ſůß / vnd were dir lieb. Du ſingeſt wol in der Kirch: Du fuſſe Lieb ſchenck vns dein Gunſt /x. Daß wir vns von. Hertzeneinander lieben: Aber ſo bald du heimkommeſt: Ja ſagſtu: Solt ich dieſe oderjene Perſon lieben / welche mir vnd meinen Kindern Leydts thut / das werde ich nimmer⸗ mehr thun / ꝛc. In der Kirch ſingſtu wol / vnd bitteſt / daß wir im Frie⸗ den in einem Sinn bleiben: Auſſerhalb der Kirch / wo du kanſt Vn⸗ frieden machen / vnd die Leut zuſammen hetzen / ſo thuſtu es: Item / du wirſt mit dem andern eines Sinnes / wann es nur Gelt oder Gut ertraͤgt: Db aber koͤndt dein Gewiſſen mitlerzeit dabey zu frieden ſeyn oder nicht / das kompt dir wol noch lang in deinen Sinn nicht: Nicht alſo: Solcher Geſtalt wirdt betruͤbt G Btt der heylige Geiſt / zun Epheſern am fuͤnfften Capitel. Sondern was du mit dem Mun⸗ de ſingeſt vnd bitteſt in der Kirch: Nach der Kirch ſtreb darnach da⸗ peim auch / in deinem Leben vnnd Wandel/ mit Hertzen / Sinn/ Haͤndt vnd Fuͤſſen / wie dich der heylig Geiſt in deinem Hertzen er⸗ mahnet vnd treibt. Wann es alſo durchauß bey dir zuſammen ſtim⸗ met: Das heiſt wol vnd lieblich den heyligen Geiſt geſungen in den

Dhren Gottes. 11I. Du hoͤchſter Troͤſter in aller Noht / ꝛc. Dieſes iſt der letzte Ver⸗ reſu ſicul vnd letzte Theil dieſes Geſangs / darinnen wir G OTT den heyligen Geiſt bitten vmb Beſtaͤndigkeit im rechten Glauben vnnd Troſt. . wie? Daß wir nicht foͤrchten Schandt noch Todt. Wie (ſagſtu) ſolt man ſich dann nicht fuͤr Schanden foͤrchten? Antwort: Es iſt leyder heutiges Tages ohne das ſchier dahin kommen in der Welt / man foͤrcht ſich ſchier keiner Suͤnde noch Schande mehr. Dieſes iſt aber nicht die Meynung hie in vnſerm Geſang / nemlich / daß wir N