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Der Segen Gottes, Das ist: DRey Predigten, vber die drey Versicul deß gewöhnlichen Göttlichen Segens, auß dem vierdten Buch Mosis, im sechsten Capittel : Der Herr gesegne dich, vnd behüte dich. Der Herr erleuchte sein Angesicht vber dich, vnd sey dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auff dich, vnd geb dir Friede
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Die IX. Predigt vber das gewoͤhnliche Geſang /

che / dann du vermeynen wilt / mit dir auch / (wie wir hie ſingeman ein Endt lauffen / da muſtu davon / vnd doch als dann verlaſſen / das jenigeſ vmb welches willen du den rechten Glauben verlaͤugnet haſt. Wañ dir denn damalen / nemlich an deinem letten Endt / der Teuffel deine Suͤn⸗ de / vnnd vnter andern ſonderlich fuͤrmahlet / daß du vmb deß geitlichen willen den rechten Glauben verlaͤugnet haſt(wie dann dieſer Gaſt ge⸗ wißlich nit außbleibet) womit wiltu dich als dann gegen jhm zur Wehr ſtellen / dann deß rechten Glaubens(dadurch allein ſeine Macht ʒuſtore wirdt) haſtu dich vmb deß zugaͤnglichen Guts willen wiſſentlich ver⸗ ziehen. Wehe als dann an deinem letzten Endt deiner armen Seele: Du muſt Elend ſeyn mitden Teuffeln / vnd außgeſchloſſen auß dem himm⸗ liſchen Vatterlandt / vnd Pein leyden ewig in der bitteren Hellenglut. Dieſes iſts / das Chriſtus ſpricht / Matth.6. Was huͤlffe es den Men⸗ ſchen / wann er die gantze Welt gewinne / vnnd nemme doch Schaden an ſeiner Seel? Oder / Was kan der Menſch geben / darmit er ſeine Seele wider erloͤſe? Dann es wirtjegeſchehen / daß deß Menſchen Son kom⸗

men wirdt in der Herrlichkeit ſeines Vatters / mit ſeinen Engeln: Vnd

als dann wirdt er einem jeglichen vergelten nach ſeinen Wercken.

Wer aber hat den rechten Glauben / vnd bleibt beſtaͤndig darbey / der kan getroſt ſeyn / da jhm ſchon allejrrdiſche Guter genommen ſeyndt in der Welt / oder hie im Elendt. Dann erweiß / daß er ſchier heimkommen) vnd allda fur die ſchnode Guͤter dieſer Welt / erben wirdt ewige himmli⸗ ſche Guter / wie Chriſtus verheiſſet Matth. 19. Werverlaͤſſet Häuſer! oder Bruder / oder Schweſter / oder Vatter / oder Mutter / oder Weib / oder Kindt / oder Acker vmb meines Namens willen / der wirts hundert⸗ faͤltig nemmen / vnd das ewige Leben ererben. Alſo ſchreibet auch der A⸗ poſtel von den Hebræern / Heb.10. Ir habt den Raubewrer Guͤter mit Frewden erduldet / als die jhr wiſſet / daß jr bey euch ſelbſt ein beſſere vnd bleibende Hab im Himmel habt.

Ja(ſagſtu) Was iſt dann der rechte Glaub / darvmb wir den hehli⸗ gen Beiſt bitten ſollen? Hievon lehret vns der ander Verſic. Daß wir Jeſum Chriſtum erkennen. Sprichſtu: Mit der Weiß haben die Pa⸗

piſten auch den wahren Glauben / daß ſie erkennenja auch Wnehe um