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Der Segen Gottes, Das ist: DRey Predigten, vber die drey Versicul deß gewöhnlichen Göttlichen Segens, auß dem vierdten Buch Mosis, im sechsten Capittel : Der Herr gesegne dich, vnd behüte dich. Der Herr erleuchte sein Angesicht vber dich, vnd sey dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auff dich, vnd geb dir Friede
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Die V11I. Predigt vber den Kirchen Geſang

vberalle Maſſen ſtarck maͤchtig / die Handt vnſers HErrn vnd Hey⸗ landts Chriſti damit ervns ergrieffen hat / anſich haͤlt vnd mit ſichfůß⸗ ret: Darvmb er dann Trotz bietet dem Teuffel vnnd allen Creaturen/ Johannis amzehenden Capitel / im acht vndzwantzigſten Verſ. Meine Schaͤflein werden nimmermehrvmbkommen / vnd niemandt wirdt ſie auß meinen Haͤndenreiſſen. Solle nun (wie wir weiter ſingen in vnſerm Geſang )der Glaub ſeyn rechtſo iſt auch gewiß das Leben ſchlecht / zu G Btt in Himmelge⸗ richtet. Dann wir lehren nicht einen todten Glauben (wie vns die Papiſten Schuldt geben) ſondern einen wahren lebendigen Glau⸗ ben / welcher in Krafft deß heyligen Geiſtes / iſt ein geſchaͤfftig Ding: Dermaſſen / daß / gleich wie das Leben / ſo es in einem menſchlichen Leib iſt / ſich in die Länge nicht verbergen kan / ſondern es laͤſt ſich ſpůͤ⸗ ren durch den Athem / vnnd andere euſſerliche Bewegungen deß Leibs: Alſo kan auch ein wahrer lebendiger Glaub in dem Menſchen nicht feyren / ſondern ererzeiget ſich auch euſſerlich im Leben / Jacobꝛ. v. 26.

Dermaſſen / daß wie das glaͤubige Hertz durch den Glauben innwen⸗

dig nur vber ſich vnd zu Gott in Himmel gerichtet iſt / alſo auch das Le⸗ ben außwendig zu Gott in den Himmel geſchicket iſt / Daß alſo / wo der Glaub iſt recht / allda der Menſch auch in ſeinem Leben außwendig an⸗ fahet / nahe vnd nahe dem HErrn Chriſto ſchlecht vnnd richtig nach zu fahren ins Himmelreich.

Wie geſchiehet das e Wann man nemlich anfahet zu fliehen ſtaͤtts der Welte Bahn. Dann wie geſchrieben ſtehtꝛ. Johan. 5. v.19. Die Welt liegt im Argen. Demnach laſſet vns nicht licb haben die Welt / vnnd was in der Welt iſt. So jemandt die Welt lieb hat / in dem iſt nicht die Liebe deß Vatters. Dann alles was in der Weit iſt / nem⸗ lich deß Fleiſches Luſt vnnd Augen Luſt / vnnd hoffertiges Leben / ſol⸗ ches iſt nicht vom Vatter / ſonder von der Welt / vnnd die Welt verge⸗ het mitjhrer Luſt /. Johan.. v. 15. Wehe demnach hiervber den jeni⸗ gen / welche ſich woͤllen Ruhm haben auff Erden / daß ſie Weltkinder ſeyen / vnnd ob ſie ſchon einmal entflohen ſeyn dem Vnflat dieſer

Welt / doch muhtwilliglich ſich widervmb eynflechten in 6 5. ieſer