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Der Segen Gottes, Das ist: DRey Predigten, vber die drey Versicul deß gewöhnlichen Göttlichen Segens, auß dem vierdten Buch Mosis, im sechsten Capittel : Der Herr gesegne dich, vnd behüte dich. Der Herr erleuchte sein Angesicht vber dich, vnd sey dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auff dich, vnd geb dir Friede
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Luß dem 6 Capitel deß 4 Buchs Moſis 19 ʒeſichts Gottes dermaſſen erleuchtet worden! daß auch ſein eygen An⸗ geſicht hernacher glaͤntzet ſo hell vnd klar / daß ſich das Volck Iſrael forchte zu jhm zu nahen: Alſo wann Gott ſein Angeſicht (CHriſtum) vber vns leuchten laſt / davon glantzen auch wir / vnd gewinnen einen hellen Schein fuͤr dem Angeſicht Gottes: Vnd gleich wie die Sonn am Himmel / mitjhrem Glant auch dem Mondt ein Liecht gibt / vnd ſchaffet / daß auch dieſer glanzet / von jhrem Glantz: Alſo erleuchtet Criſtus (die Soñ der Gerechtigkeit! Malach..) mit ſeinem Glantz auch ſein H. Kirch / vnd verleihet daß auch ſie leuchtet gantz ſchoͤn vnd klar fuͤr den Augen Gottes.

Dabey dann abzunemmen! daß es falſch iſt / da manim leydigen Bapſtthumb das Angeſicht der verſtorbenen Heyligen Gott fuͤrſtellet / daß ſie fuͤr vns fuͤr Gottes Angeſicht bitten ſollen/ damit vns der H gnadig ſey. Dann aller heyligen Menſchen Angeſicht / waren

von Geſtalt vielzu vngeſtalt / daß ſie nur für ſich ſelbs Gott gefallen hetten moͤgen / wil geſchweigen / daß ſie vermoͤchten / durch jhr Holdtſe⸗ ligkeit / andere Leut mit ſich Gott angenem̃ zu machen. Allein CHri⸗ ſtus / als das Angeſicht Gottes deß HRnſelbs / iſt Gott ſo anmuͤh⸗ tig / wann wir ſolchen Gott dem HEMMM im Glauben fuͤrſtellen/ daß er in jhme / auch vns wil gnaͤdig ſeyn.

Es ſcheuwen ſich die Papiſten auch wol nicht / mit jhrem eygenen Angeſicht fuͤr G Ott zu tretten / das iſt / mit jhren eygenen guten Wer⸗ cken für Gott ʒu prangen: gleich als ob ſie an jhnen ſelbs ſo ſchon vnd wolgeſtalt weren / wenn ſie Gott nur anſehe / daß er alsbald jhnen muͤ⸗ ſte holdt oder gnaͤdig ſeyn: Da doch alle vnſere Gerechtigkeit / vnd alſo vnſer Angeſicht / da es am allerklareſten fuͤr GOtt glantzet / wie ein vnſauber Tuch / welches man Ehren halber nicht nennen darff. Nicht alſo: Sondern allein GPttes Angeſicht (vnd alſo cHRISTV5) iſt der jenige Glantz / welcher vns durch ſeinen Schein fuͤr Gott ſo ferrn zieret vnnd erleuchtet/ daß vns GDtt wil gnädig ſeyn. No 5 8 Cheißt es) C 0 NE S T0 FA cTERVM, wir muͤſſen fuͤr GOtt von Angeſicht Schamrot ſte⸗ hen. Laſt vns demnach zu GD TT nuffen Cauß dem achtzigſten

C ij Pſalmen)