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Der Segen Gottes, Das ist: DRey Predigten, vber die drey Versicul deß gewöhnlichen Göttlichen Segens, auß dem vierdten Buch Mosis, im sechsten Capittel : Der Herr gesegne dich, vnd behüte dich. Der Herr erleuchte sein Angesicht vber dich, vnd sey dir gnädig. Der Herr hebe sein Angesicht auff dich, vnd geb dir Friede
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Auß dem . Capitel deß 4· Buchs Moſis. 17

ſeiner Herrlichkeit erkennen wil / der ſehe nur an den Sohn Gottes. Dañ er iſt allerdings deß Vatters Antlitz.

Vnd wie ſolte der Sohn Gottes nicht das Angeſicht Gottes deß Vatters ſelber / vnd alſo dem Vatter / ſeinem Göttlichen Weſen nach / nicht durchauß gleich ſeyn / der doch mit Gott dem Vatter eins iſt oder ein einiges Weſen / Johan.io.

Es iſt aber Gottes Sohn weiter auch daher das Angeſicht Got⸗ tes. Dann iſt jm nicht alſo? Von dem Angeſicht deß Menſchen nimpt mnan etwan das Augenmaß / was der Menſch vngefaͤhrlich / innwendig in ſeinem Gemuͤht geſinnet iſt / oder was er im Schildt fuͤhret.

Es wirdt der Knab / Dauid / von Angeſicht mit Fleiß beſchrieben / Sam16. Er ware ein Knab von ſchoͤnen Augen / braͤunlicht / vnd ſchöner Geſtalt. Welches ja nicht vmbſonſt oder vngefaͤhr geſchehen: ſondern es wil der H. Geiſt am ſelbigen Vrt lehren / es habe das leiblich Angeſicht Dauids gleichſam bezeuget vnd zu erkennen gegeben / daß in dem Gemuht ſolches Knabens etwas dapffers verborgen ſey. Eben ſol⸗ cher Geſtalt heiſt vñ iſt der Sohn Gottes auch wol vndrecht das Ange⸗ ſicht Gottes deß Vatters:nemlich / gleich wie das Angeſicht eines Men⸗ ſchen ſonſt etlicher Maſſen offenbahret / was in ſeinem Gemuͤht ſtecket: Alſo gibt Chriſtus zu erkennen / was Gott der hĩliſch Vatter in ſei⸗ nem Hertzen drinnen geſinnet iſi. Daher ſchreibet Johannes in ſeinem

Euangelio am erſten Capitel: Niemandt hat Gott je geſehen: Der Eingeborne Sohn (als das Angeſicht Gottes) der in deß Vatters Schoß ſitzet / hat es vns verkuͤndiget.

Aber laſt vns weiter verſuchen / ob wir auch auß dieſem verleſenen andern Verſicul ſelbs erweiſen koͤndten / daß durch das Angeſicht deß HE RRM hie der Sohn Gottes verſtanden wirdt.

Wolan es lautet der ander Verſicul alſo: Der HE RR laſſe ſein Angeſicht leuchten vber dir / vñ ſey dir gnaͤdig (verſtehe durch das Liecht ſeines Angeſichts) Nun iſt aber (vnwiderſprechlich) Chriſtus / oder der Sohn Gottes ALLEMſo voller Gnadẽ daß die Menſchẽ auch em⸗ pfangen von ſeiner Fuͤlle / fuͤr Gott dem Vatter/ Gnadvmb Gnad. Dañ gleich wie das Geſetz iſt durch Moſen gegeben: Alſo kompt die Gnad vnd Warheit durch Jeſum Chriſtum. C VPnd