3 Von der Heiligen
Dann wo die Apoſvliſch weiß / form / vnd ordnung nicht iſt / wo die wahre Glieder der Kuchen von denen / die drauſ⸗ ſen ſind / gar nicht ſind vn derſchieden / wo man ſich nicht eni⸗ zeucht von einem jeden Bruder der vnordenlich wandelt /
2. Theſſal. z. Wo man nicht hinauß thut den der boß iſt / r. Cor.i; vnd wo die Kirch auff den Felſen Chriſtum nicht er⸗ bawet iſt / ja wo der H. Geiſt mit ſeinen Gaaben vnd geiſtli⸗ cher Freyheit micht iſt / wo man die Runtzeln vnd Mackeln (wilche doch die gemein Chriſti nicht haben ſoll) jmmer hin⸗ wachſen vnnd groſſer werden laͤßt / wo das Hauptſtuck deß Glaubens nicht recht iſt / vnd wo man die Liebe deß Glau⸗ bens nicht hat / oder reichlich erʒeigt / daſelbſt kan man mit gutem Gewiſſen nicht ſagen / daß da ein verſamlete Kirch Chriſti iſt· Dann das kan je fein verſamlete Kirch Chriſti ſeyn / di den HxRRNvnd Menſchen Jeſum Chniſtum micht recht erkennt / denſelben nicht fur den wahren Sohn Gottes / auch nit fůr jhr gegenwertig Haupt / einigen Mit⸗ ler / Hohenprieſter / vnd fuͤr jhren Gott vnd HERMM nit helt / vnd in welchen Chriſtus nicht wohnet/ herꝛſchet vnd re⸗ giret / liſe Epheſʒ· Col⁊. 2. Corinth. 13
Jtem ein ſolche verſamlung / weiche das Gewiſſen ʒwin⸗ get / mit vngeburlichen Geſetzen vnd Mandaten plagt / vnd tringt / kan je nit die frey ſeyn / davon Pſal. 47. vnd Gal. 4· geſagt wirdt· e
Item es iſt diß auch nicht ein verſamlete Kinch Chriſti⸗ die das Creut Chniſti fleucht wo ſie kan oder mag / deren Vorßeher vber die Herde tyranniſiren / die Geiſter außle⸗ ſchen / die Leuip verfolgen / in Lehr mitweltlichem Gewalt mehr, weder mu dim Schwerdt deß Geiſtes ſchutzen / da auch das Soitz Gotilicher Weißheit nicht iſt / da kein rech⸗ teenb, Grduli / Gerechtigkeit / Warheit / noch


