Wann nun ein Eheman ſein ehliche pflicht / er vor Gott vnnd einer Chuißilichen Gemein ge⸗ Snn than /trewlich vñ feſt helt ſo hat er ein gut růwig vol gewiſſen vor Sott · Vnnd iſt einem ſolchen Ehe⸗ mañ angenem / alles was ſein geliebte haußfraw thut / dagegen einem Mann / der ſein hertz zu an⸗ dern Weiber wendet / uchis gefelle oder recht iſi/ was ſein fromb Weib thut: ſondern iſt alles gifft vnd gall / vnd kan ſie dem Mann nichts recht o⸗ der angenemes thun da dann hiemit dem Mañ auch nicht wol ſein kan. Wo aber der Mann ſein Weib hertzlich liebet: hat er hinwiderumb auch eheliche lieb vnd trew bey ſeinem Weibzube⸗ finden: In leibs ſchwacheiten: In ſeinem Alter: vnd andern zuſtaͤnden. Dann gewißlich kein Menſch ſonſten einem Eheman ſolche trerv be⸗ weiſet / als ſein frommes Eheweib: welche auch / jm fahl der not / Ihr leben fur jhne laſſen moͤchte· Vnd was jhr Mann fuͤr ſchmertzen leidet / die woͤlte ſie vil lieber an jhrem eygnen leib erdulden.
Alſo hat Adam ſein Eheweib / vnſer erſie Erempel Gott⸗ Mutter/geliebet / vnnd jhr einen frolichen vnnd ſienbene⸗ freundtlichen Namengegeben / vñſie Euam (als Ebeweiber be⸗ ein Mutter aller lebendigen Menſchen ) genen⸗ endig ele⸗ net / vnd jhr freundtlich kinder mit


