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Ein Predig Avß dem vierten Capitel des Euangelisten Matthei : Von den Versuchungen Christi : Darinnen auch gehandelt würt, von der Person Christi, Vnd von den gantzen, halben, vnd haimlichen Zwinglianern : Gehalten auff der Fürstlichen Vestung Hohenasperg, den 12. Februarij, Anno 1581 / Durch D. Lucam Osiandrum, Würtenbergischen Hofpredigern
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Matth.10.

Gen. z.

Mer.1 3

Ein Pꝛedig von den mich verlaſſeu. Zur Knchtsgeſt alt gehoͤrt auch die red Ghꝛiſti: da er zu den zweyen Soͤhnen Zebedei / Ja⸗

tobo vnd Joanne / ſagt: Das ſitzen zu meiner Rechten

vnnd Lincken zugeben / ſteht mir nicht zu / ſondern den en es bereitet iſt von meinem Vatter. n Chnſtus war in ſeiner Knechtsgeſtalt damals nicht darumb da / das er die Seſſiones im Himmel außtheilen ſolte / ſondern das er vns den eingang in Himmel mit ſeinem bittern Leiden vnnd Sterben oͤffnen / vnnd erlangen / vnnd in demuͤt vnnd nidrigkeit wider bringen ſolte / was Adam vnnd Eua im Paradiß mit hoffart (da ſie Gott wolten gleich werden) verderbt hatten. In die Knechtsgeſialt Chꝛiſti gehoͤrt auch / das Chꝛiſtus ſagt: Von dem tag aber vnnd der ſtunde (des Jüng⸗ ſien tags) weiß niemand / auch die Engel nicht im immel / auch der Sohn nicht / ſondern allein der atter. Damaln ſolte ja des Menſchen Sohn / im ſiandſeiner nidrigung / vnnd in ſeiner Knechtsgeſtalt / nicht ſich vmb den tag vnnd ſtund des Juͤngfien Go⸗ richts bekummern. Aber jetzt in ſeiner Hertligkeit weiſt er freylich wol / wann er ſoll mit groſſer Male⸗ ſtet widerkommen / ʒurichten die Lebendige vnnd die Todten. Ob aber wol Khꝛiſtus im ſtand ſeiner ernidri⸗ gung der Knechtsgeſtalt / ſein Gottliche Maieſtet / Krafft vund Macht / ſelten vnnd wenig gebraucht: ſohat er doch derſelbigen( ſouil die poſſeſſion