Ein Pꝛedig von den Chꝛiſtum ʒuuor hat wöllen zuweit auff die lincke ſey⸗
ten treiben / nemlich / zur kleinmutigkeit- Alſo will er
jne / mit der andern verſuͤchung zuweit auff die rechte ſeyten treiben / nemlich / zur vermeſſenheit. Mit diſer verſuͤchung greifft noch heutigs tags der Satan vil Leut an / vnnd macht ſie vermeſſen / das ſie (vnder dem ſchein / als ob ſie Gott wol vertrawen ſich ſelbſtin vn⸗ nõtige gefahꝛ ſtecken / deren ſie mit gůtem gewiſſen wol
hetten vberhaben ſein moͤgen⸗ Als wann der Satan einen in ſenem beruff fahꝛleſſig machet / vnnd jne dahin
treibt/ das er weder ſich noch die ſeinen bedenckt / ſonder
das ſein vnnuͤtzlich verſchwendet / mit hoffart vnnd
pꝛacht / můͤtwillig verthut / daruon er / vnnd die ſeinen ⸗ ſolten mit der zeit erhalten werden. Item / wann der
Satan ein jungen ſtarcken Menſchen verblendet / das er ſich ſeiner geſundtheit vberhebt / vnnd ſelbige muͤt⸗
willig mit ſchwelgen vnnd vnoꝛdenlichem leben ver⸗
derbt / vnnd jme beſchwerliche kranckheiten ſelbſt auff
den Hals ladet/ deren er wol hete vberhaben ſein koͤn⸗
nen: Er reitzt auch offt die Leut / das ſie allein vmb
rhumbs willen / vnnd das ſie voꝛ andern woͤllen geſe⸗
pen ſein / r Leib vnd Leben frech wagen / vnd ingefahꝛ
ſetzen / da ſie doch jr beruff hierzu nicht treibet. Joſias war ein ſehr frommer Koͤnig in Juda· Dannoch hat jne der Satan mit diſer anfechtung betrogen / vnnd jn alſo vmb ſein Leben gebracht / ob wol (ohne zweiffel) die Seel iſt erhalten woꝛ den. Dann als der Koͤnig
Necho
—
— „ — —
„— — —


