Ein Cßriſtliche leichpredigẽ. Linder vnd Leut / Schloͤſſer vnnd Haͤnſer gehabt ſo viel herrlicher Schite an Golt / Silber / Perlen vnd Edelgeſtein) die haben leer muſſen darvon ichen /vnd nichts mit ſich nem̃en. Es heiſt vnd bleibt alſo / Nacket vnd bloß lob. x. bin ich in die Welt kommen / nackendt vnd bloß werd ich widerumb dar⸗ keckſ. bonziehen Job. 1. Et.ʒ1. Tim. Man muß ſie einem andernlaſſen / vnd 8 vahin fahren / ſagt der 4. Pſalm abermals. VPVndgeſetzet / daß man einen Menſchen in ſeinem Todt gleich in Sei⸗ den vnd Sam̃et eynwickelt / vndlegt jhm zum Haͤupten all ſein Golt vnd Silber / vnyd alle ſeine beliebte Schaͤtze / ſo were jhm doch hiermit nichts vberall beholffener hette deſſen keinen Rutzen noch Frommen es gebe jhm weder Warm noch Kalt/es were ein todter / nichtiger Schatz. Dem Koniglichen Propheten Dauid / als einem wohlverdienten Re⸗ enten vnd Herrn / wardt von ſeinem Volck / viel Golts in ſein Grab ge⸗ eʒt. Aber was iſts jhm im Todt nutz geweſen? Ioannes Hircanus kompt Ioſephes růber dieweiler vom Koͤnig Antiocho hefftig bedrãngt war / vnd in euſſer lb. n. ſen NA en ſtacke/ vnd nimpt auff einmahl herauß / drey tauſent Talenta / Anti lu- s iſt / achtzehen Tonnen Goldts: vngefaͤhrlich nach Dauids Todt / 966. dai cap. 13. Fihr: darvon Joſephus zu leſen. 4 Ja wenn gleich einer ſein Gelt vnnd Guůter in ſich verſchlungen hette / ſomuſte er ſie doch widerumb außſpeyen / vñ würde fie im Gott auß ſeinem Bauch herauſſer ſtoſſen / wie Zophar beym H. Job ſagt/am z0. Capitel. Iob. 26. Die vierdte vnd lette Vrſach iſt dieweil dieſer zeitlichen Schaze / im dern / langen /himliſchen / ewigen Leben kein Nutz noch Gebrauchja kein Feſpert oder Anſchens bey Gott iſt. Dann dagilts nicht / daß einer hie an Sůrern reich geweſen iſt / wenn er auch gleich die gantze Welt hette vnter ſach gebracht / Matth. i6. ſondern daß er in Gott iſt reich geweſen /Luc. 12. Matth. 16. Ja eben di Guter / ſowir hie mißbrauchet / die ſchreyen vns dort nach / als Luc. n. vwliche Blutſchreyer / vnd verklagen vns in der ewigen Flammen /uc. Darumb ſo haben dieſe Schtſam̃ler jr Theilin dieſer Welt /Pſal. 17. “ mind kein Theilin jenerſeligen Welt. Dannes iſt vnmoͤglich / (ſagt die Bůttliche Warhetr)daß ein recher(verſtehe der ſein Hertz dran henckt / vnd Match n eßewigen Himliſchen Reichthumbs darbey vergiſſet) ins Himmelreich pl eyngehen. Es wirt ehe ein Camel ( groß Schiffſeil) durch ein Nadel⸗ r gehen / dann ein ſolcher Reicher ins Himmelreich. Seyndt alſo dort hni vnd gar ſchabab / vnd in den wizen Bettelorden verſtoſſen mitdem c ij reichen
Druckschrift
Ein christliche Leich-Predigt, bey der offentlichen Begangnuß vber dem seligen Abschied auß diesem Leben, Weilandt der Durchleuchtigen, Hochgebornen Fürstin vnd Frawe, Frawen Christinæ, geborne[n] Landtgräffin zu Hessen, Gräffin zu Erbach, [et]c. Deß Wolgebornen Herrn, Herrn Friderici Magni, Graffen zu Erbach, vnnd Herrn zu Breuberg [et]c. gewesener Ehegemahlin, Christseliger Gedächtnuß : welche den 26. Martij, des Morgens frühe, vmb 5. Uhr zu Erbach im Herren Christo seliglich entschlaffen vnnd folgends den 5. Apr. zu Michelstatt Christlich zur Erden ist bestattet worden: Jm Jahr Christi 1596 : gehalten zu Darmstadt in der Pfarrkirchen / durch M. Iohannem Angelum, Superintendenten vnd Pfarrherrn daselbsten
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