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Ein christliche Leich-Predigt, bey der offentlichen Begangnuß vber dem seligen Abschied auß diesem Leben, Weilandt der Durchleuchtigen, Hochgebornen Fürstin vnd Frawe, Frawen Christinæ, geborne[n] Landtgräffin zu Hessen, Gräffin zu Erbach, [et]c. Deß Wolgebornen Herrn, Herrn Friderici Magni, Graffen zu Erbach, vnnd Herrn zu Breuberg [et]c. gewesener Ehegemahlin, Christseliger Gedächtnuß : welche den 26. Martij, des Morgens frühe, vmb 5. Uhr zu Erbach im Herren Christo seliglich entschlaffen vnnd folgends den 5. Apr. zu Michelstatt Christlich zur Erden ist bestattet worden: Jm Jahr Christi 1596 : gehalten zu Darmstadt in der Pfarrkirchen / durch M. Iohannem Angelum, Superintendenten vnd Pfarrherrn daselbsten
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Matth. VI.

3 Hr ſollet euch nicht Schaͤtze ſamlen

auff Erden / da ſie die Motten vnd der Roſt freſſen / vnd da die Diebe nach graben / vnd . ſielen. Sam̃let euch aber Schatze im Him⸗

mel / daſie weder Motten noch Roſt freſ⸗ ſen, vnd da die Diebe nicht nach graben ! soch ſtelen. Dann wo euwer Schatz iſt / da iſt auch euwer

Erklaͤrung deß Teyts.

B Ir moͤgen / Ihr Geliebten im HErrn Jeſu Chri⸗ ſto / mit dem Königlichen Propheten Dauid wel ſagen vnd klagen auß dem ʒwey vnd vierzigſten Pſalmen / Deine Flu⸗Plale⸗ N0 te 8 Gott rauſchen daher/ daß hie ein vieffe / vnd da ein Tieffe uſe Dann leyder / ein Leydt auffs ander / kein Bngluck allein Ein Wnfall beutet dem andern die Handt.

Vor acht Tagen haben wir allhier ehrlich zur Erden beſtattet / vnſern Snädigen lieben Landtfurſten / hochſeligſter Gedaͤchtnuß. Heut dieſen ag halten wir ein oͤffentlich Begaͤngnuß / vber dem ſeligen Abſchiedt auß dſem Leben / ˙weilandt der Durchleuchtigen / Hochgebornen Fuͤrſtin vnd Frauwe Frauwe Chriſtinæ/gebornen Landtgraͤffin zu Heſſen Graͤffin zu Brbach c. Chriſtſeliger Gedachtnuß / vnſers alten Herrn ſeliger hertzlieb⸗

fln geweſenen Tochter.

Gleich wie nun dieſelbige / fuͤr eilff Monaten /hr hochzeitliches Freu⸗

vinfeſt allhier gehalten alſo begehen wir jetzunder dieſe Stundt wegen jres

kblebens /einen gemeinen ſchmertlichen Trauwertag / mit vnſern Chriſt⸗

nhen Klagliedern vnd Leichpredigten.

Wer ſolte aber / J. S. J. Hjmmermehr gemeynt haben / daß der liebe

Sott (der treuwe Ehefreundr) ſolche Eheliche Freude in ſo ein geſchwin⸗

as Leydt ſolte verkehren? vnd daß er durch den bittern Todt / ſo bald mit

ſſem Wehe von einander ſcheiden wuͤrde / welche er kurtz zuvor / nach ſei⸗

em heyligen Goͤttlichen Raht / mit hochſter Liebe / mit ehelicher Treuw nd Einigkeit / nach ſeiner Sottlichen Ordnung vnd . ent⸗

ſ⸗