Matth. VI.
3 Hr ſollet euch nicht Schaͤtze ſamlen
auff Erden / da ſie die Motten vnd der Roſt freſſen / vnd da die Diebe nach graben / vnd . ſielen. Sam̃let euch aber Schatze im Him⸗
mel / daſie weder Motten noch Roſt freſ⸗ ſen, vnd da die Diebe nicht nach graben ! soch ſtelen. Dann wo euwer Schatz iſt / da iſt auch euwer
Erklaͤrung deß Teyts.
B Ir moͤgen / Ihr Geliebten im HErrn Jeſu Chri⸗ ſto / mit dem Königlichen Propheten Dauid wel ſagen vnd klagen auß dem ʒwey vnd vierzigſten Pſalmen / Deine Flu⸗Plale⸗ N0 te 8 Gott rauſchen daher/ daß hie ein vieffe / vnd da ein Tieffe uſe Dann leyder / ein Leydt auffs ander / kein Bngluck allein Ein Wnfall beutet dem andern die Handt.
Vor acht Tagen haben wir allhier ehrlich zur Erden beſtattet / vnſern Snädigen lieben Landtfurſten / hochſeligſter Gedaͤchtnuß. Heut dieſen ag halten wir ein oͤffentlich Begaͤngnuß / vber dem ſeligen Abſchiedt auß dſem Leben / ˙weilandt der Durchleuchtigen / Hochgebornen Fuͤrſtin vnd Frauwe Frauwe Chriſtinæ/gebornen Landtgraͤffin zu Heſſen Graͤffin zu Brbach c. Chriſtſeliger Gedachtnuß / vnſers alten Herrn ſeliger hertzlieb⸗
fln geweſenen Tochter.
Gleich wie nun dieſelbige / fuͤr eilff Monaten /hr hochzeitliches Freu⸗
vinfeſt allhier gehalten alſo begehen wir jetzunder dieſe Stundt wegen jres
kblebens /einen gemeinen ſchmertlichen Trauwertag / mit vnſern Chriſt⸗
nhen Klagliedern vnd Leichpredigten.
Wer ſolte aber / J. S. J. Hjmmermehr gemeynt haben / daß der liebe
Sott (der treuwe Ehefreundr) ſolche Eheliche Freude in ſo ein geſchwin⸗
as Leydt ſolte verkehren? vnd daß er durch den bittern Todt / ſo bald mit
ſſem Wehe von einander ſcheiden wuͤrde / welche er kurtz zuvor / nach ſei⸗
em heyligen Goͤttlichen Raht / mit hochſter Liebe / mit ehelicher Treuw nd Einigkeit / nach ſeiner Sottlichen Ordnung vnd . ent⸗
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