2. Suͤnden dich ſchwerlich erzůrnet / vnd wol ber⸗ dienet hetten / daß wir gantz vñ gar von deinem heiligen Angeſicht verſtoſſen wurden. Wir / Wir / vnſereFürſten / vnſere Lehrer / vnſere Vat⸗ ter / vnd das gantze Volck / haben geſuͤndiget / vnrecht gethan / vnd ſeynd Gottloß geweſen / haben auch durch vnſern vbermachten vndanck vnd ſicherheit / dieſes große hertzenleid vnd be⸗ truͤbnuß vervrſachet / vnd vns nach deinem ge⸗ rechten vrtheil deinen Zorn auff den halß ge⸗ laden / Daß wir ſeynd als Schaffe die jhren Hirten / vnnd als arme Waſſen / die jhren lie⸗ ben Vatter verlohren haben. Ja Hert / wir ſehen auch deinen Arm außgeſtrecket / wo wir vns nicht vnder deine gewaltige hand demuti⸗ gen / vnd durch wahre buß vnd bekehrung wie⸗ gnade erlangen / vns viel hefftiger zu ſtraf⸗ en.
Aber / O Hert / dieweil du für vnd fur eine zuflucht biſt / deren die auff deinen Nahmen hoffen / ein helffer deren / die in aͤngſten vnd noͤ⸗ then ſiecken / Ein trſier vnd Heyland der ver⸗ laſſenen / So haben wir alle vnſere zuflucht allein zu dir / vnd bitten dich von grund vnſers hertzen / Du wolleſt vns nicht ſraffen in deinem
— D grim⸗


