zerem. 9.
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Textus. leſaiæ 57. v. 2.
Der gerechte kompt vmb / vnd nie⸗
mand iſi der es zu hertzen nemme. Vnd hei⸗ lige Leuche werden auffgeraffet / vnnd nie⸗ mand achtet darauff. Dann die gerechten werden weggerafft vor dem vngluͤck / vnnd die richtig fur jhm gewandlet haben / kom⸗ men zu friede / vnnd ruhen in jhren kam⸗ mern.
4 Ann wir bedencken / was es fuͤr eine gelegenheit hat / nicht allein
das auff ſchwachen Leimenen zahen ſichet
ſonder mit der ganßen Chriſtenheit / Wie geſchwinde⸗ ſchwere / vndgefehrliche ʒeiten vorhanden ſeynd / Wie die grundveſte beben / Wie alles in der gantzen weiten Welt krachet / vnd zum vndergang ſich neiget / Wie der Teuffel / der von Banden loß / weil er mercket / daß die zeit zum Gericht kurtz iſt / ſo grewlich tobet vnd wůͤtet / Daß es ſich auch anſehen leſt / als were es vmb die kleine Herde deß Herten / vmb das Wuͤrmlein Jacob / vnnd den armen hauffen Ifrael geſchehen: So mogen wirja alle mit einander / hohes vnd niedriges ſtandes / mit dem Propheten Jeremia wolſenvnnd klagen: Ach daß wir Waſſergenug hetten vnſerem haupte / vnd vnſe⸗ re augen threncquellen weren / Tag vnd Nacht zu wey⸗ nen /
mit dem Roͤmiſchen Reich / welches ohne
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