dwigen / Hertogen ju Wuͤrtemberg / e. Fr
ſpricht gleich widerumb darauff: Wer mir dienen „ wurdt/c. Damſter vns erinnern vnnd zuuerſiehn geben wollen / wann wir vns ſeines Namens rhůmen / vnnd rechte
wahre Chriſien ſein woͤllen / daß wir jhm dienen ſollen. Dieweil dann Chriſtus der HEn ſolchen Dienſt ſo ernſi⸗
lich von vns erfordert vund haben will / ſo will von nöten
ſein daß wir lernen vnnd wiſſen / was da heiſſe Chriſto dem
HEr:n dienen / wann vnd wamit wir Chriſio dienen koen.
Nun heißt aber vitnn dem gemeinen brauch nach / an· Was Chri⸗ ders nichts / dann thun / was man defohlen hat. Vnd iſteben ſtodienen ſo vil geſagi: Ich diene dem Ermals wañ ich ſpreche ich beiſ. thue was mich mein Herꝛheiſſet / vnd mir befihlet: daß alſo
der Dienſt nicht nur auff die Perſon allein / ſonder vil mehr
auff das wort vnd befelch gemeint iſt. Dann groſſe Herꝛn
vñ Frawen / ſo diener haben / begeren mehr nichts / dañ daß jre
Diener thun / was man jnen beuilcht / vnd ſie thun heiſſet.
Auff diſe weiſe muͤſſen wir hie auch lernen / daß it vnd vnſerm. HEren Chriſio dienen / anders nichts heiſſet / dann fleiſſig hoͤren / vnnd darauff mercken / was er vns in ſeinem wort heiſſet vnd beuilcht / vnd daſſelbig gern / mit allem fleiß vndtrewenthun. Daher man auch pflegt zuſagen / daß diſe die allerliebſte /beſte / vnnd angenemſte Knecht vnnd Diener ſeien/ welche allein thun/ was jhnen zuthun befohlen iſt. Derowegen / wann wir Chriſto dienen wollen / ſollen wir
chun / was er vns befilcht.
Ja ſagſtu / was heiſſet vns aber Gott vnd vnſer HErt Chriſtus thun⸗ Antwort. Das zeigt vns Chriſtus ſelber an / Johannis am ð. capitel / da jhn das Volck fragt· Was ſol⸗ len wirthun / daß wir Gottes Werck wurcken Antwort jm Joh⸗⸗ Chriſius / vnnd ſpricht: Das iſi Sottes Werck / daß jhr an den glaubet / den ergeſandt hat. Vnd abermals in
apite


