* kudwigen / Hertogen zu Wuͤrtemberg / v. 43
dige Hůͤlff Gottes / vnd ſpricht: HEr/ du laſſeſt mich er pſalm. 7t⸗ fahren vil vnd groſſe angſt / vnnd machſt mich wider leben⸗ dig / vnd holeſt mich wider auß der tieff der Erden herauff.
Weil wir dann ein ſolchen barmhertzigen / gnädigen pſam. 1oz. Gott vñ Vatter haben / der nicht mit vns will handlen nach vnſern Suͤnden / vnd vns nicht vergelten nach vnſerer Miſ⸗ ſethat : ſollen wir vns mit ſolchem vnbeweglichen ſatten Troſt des Göttlichen Worts / in diſem vnſerm Betruͤb⸗ nus wider auffrichten vnd faſſen. Vnd wann ſchon die Je⸗ buſiter / vnd andere Cananeiſche Voͤlcker / vber das abſter⸗ ben Moſis / bey jhnen ſelbs frolocken moͤchten / vnd ſagen: Da da! das ſehen wir gern / koͤnnen wir doch hinwider mit pſalm· z dem Propheten ſagen: Frewe dich nicht / du ganb Philiſter⸗ Eſai *. land / daß die Rhute / die dich ſchlug / zerbrochen iſi. Vnnd abermal: Frewe dich nicht / meine Feindin / daß ich darni⸗ Mich 7. derlig / ich werde wider aufftommen / vnd ſo ich im finſiern ſitz / ſo iſt doch der HErꝛ mein Liechte. Dann die Hand des xſai. 5. HEnn iſt nicht ʒu kurt / daß er nicht helffen koͤnne: ſonder wann er ein Dauid hinnimbt / ſo erweckt er hingegen einen Salomon: vnd an ſtatt ſeines trewen Dieners Moſis / gibt er den Helden Joſuam.
Alſo hat er auch vns / ſeiner Troſtreichen verheiſſung Johan 4 nach / nicht woͤllen Waißlen laſſen / ſonder nach ſeiner groſ⸗ ſen Barmhertigkeit / an ſtatt vnſers gnaͤdigen frommen/
gůtigen vnnd milten Landofuͤrſten / Herzog Ludwigen /
oder Leuthuͤlffen / (wie diſer Nam / nach art vralter Teutſcher Sprach verſtanden wuͤrdt) den er vns entzogen /
widerumb gegeben vnd beſcheret ein Sotiſeligen Friden⸗ reichen Regenten / naͤmblich / jetzigen vnſern gnaͤdigen
Hern vnd Landtsfurſten Hern Friderichen / Herto⸗ gen


