Syr · 30. 38.
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2 Chriſtliche Predigten / gehalten bey der Leich / Herm
ſen wir wol entperen koͤndten / ſonder der beſie zeitliche Schatz / vnd hoͤchſte Kleinod diß Fuͤrſtenthumbs /naͤmblich / vnſer frommer / gottſeliger / gůtiger / gnaͤdiger Landofurſt / vnnd hochgeliebter Landsuatter / iſt vns entfallen / welches wir billich mit heiſſen zaͤhern beweinen ſollen.
Hergegen aber / ſo wuͤrdt mit bloſſem weinen vnd traw⸗ ren nichts außgerichtet / ſonder vil mehr geſchadet. Dann Trawrigkeit / ſpricht Syrach / toͤdtet vil Leut / vnd dienet doch nirgend ʒu / Vnd: Von trawren kompt der tod / vnd des Hertzen Trawrigkeit ſchwaͤchet die Kraͤfften. Darumb ſolle man in gegenwertiger / ſchmertzlicher / allgemeiner Klag / gleichwol hertzlich trawren / aber die Trawrigkeit al⸗ ſo maͤſſigen / daß man darneben den vaͤtterlichen Troſt / welchen vns der Barmhertzig Gott in diſem vnſerm Be⸗ kuͤmmernus zeigt / vnnd ſo gnaͤdig in die Haͤnd gibt / nicht auß der acht laſſen / ſonder mit hoͤchſter Danckſagung von jhm annemen. Zu welchem vns dann ſonderlich dienen wer⸗ den die jetz verleßne woꝛt von dem Tod des fuͤrtrefflichen Mans GBttes / des Moſis / in welchen fuͤrnaͤmblich diſe drey Stuck vns furgehalten werden.
Erſtlich / daß Moſes / nach dem er das Volck Iſrael / auff den Befelch Gottes / auß Egypten erloͤßt / vnnd ſie in der Wuͤſten viertzig jar trewlich geregieret / vnd jetzo nahend an die Grentz des verheiſſenen Lands Canaan gebracht / nach dem Woꝛt des HEr n ſtirbt.
Zum andern / wie ſehnlich die Kinder Iſrael jhne drei⸗ ſig tag lang beweinet haben.
Fuͤrs dritt / wie Joſua / der Sohn Nun / der treffliche Held / nach des HErn Befelch / vnd Moſis ſelbs veroꝛd⸗
nung / nach jhme in das Regiment getretten / vnnd die S er


