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13 Chriſtiche Predigien / gehalten bey der Leich / Herm darauff ſie auch bald (als dero Seel dem Allmachtigen mit ernſilichem Gebet / vnd vilen heiſſen Threnen der vmb⸗ ſiehenden / in ſein gnädige Hand befohlen worden) im HE R R N ſanfft vnnd ſeliglich entſchlaffen. Haben al⸗ ſo S. F. G. warhafftig den Tod nicht geſehen: ſonder ſind gleichſam vnuerſehens durch den Tod zum ſeligen Leben hingeruckt / befuͤrdert vnnd eingefuhrt worden Da dann der Allmachtig Ihre Furſtliche Gnaden dero vilfeltigen Wunſchs (daß jie eintweder fuͤr des Vatterlands Wol⸗ fahrt auff einer gruͤnen Heide ſterben / oder durch ge⸗ ſchwinden / doch ſeligen Tod / von Gott abgefordert wer⸗ den moͤchten) geweeret bat. Alſo / daß zwar diſe Blum / dem euſſerlichen anſehen nach / verwelcket / aber vor Gottes Angeſicht ſchon blůet / vnnd der Seelen nach / iſ in der Schoß Abrahæ / ja in der Hand Gottes da ſie Zher kein Qual ſollrhůren: Der Leib aber / der in Goties Blu⸗ „Vor s mengarten ſoll geſaet werden / wuͤrdt an jenem tag ſchoͤn ehe außſchlagen / grünen/ blahen / vnnd wachſen ins ewig Le⸗ Philz. . :daran wir zuzweifflen die wenigſte vrſach nicht ha⸗ en.
Vns will gebůͤren / daß wir zuuorderſt den getrewen vnnd gerechten Gott / (den wir mit vilfeltigen Suͤnden / zu⸗ uorderſt aber mit groſſer vnd hochuerweißlicher Vndanck⸗ barkeit gegen diſem vnſerm allergůtigſten Vattern des Vatterlands / erzůrnet / vnd zů diſem ernſtlichen Eingriff verurſacht) demutig vinb verzeihung bitten / wahre Buß thůen/ fürohin danckbarer ſeien / vnd jhn anruffen / daß er es bey diſer zumal ernſtlichen / vnnd doch vaͤtterlichen Zůch⸗ tigung / wolle bewenden laſſen / vnnd vnſer mit fernerer
Straff (die wir ʒwar wol verdiener) snaͤdiglich verſchonen
wolle. Darnach


