Pſal. 101.
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16 Chriſtliche Predigten / gehalten bey der Leich / Herm
ſame Artzney wider die Suͤnd) zum offtermal mit gebuͤrli⸗
cher / Chriſtlicher vorbereittung gebraucht / vnd darauffei⸗ nes Chriſtüchen Wandels ſich befliſſen · Dañ es ſeind Ihꝛe F. G. von hertzen feind geweßt / der verachtung Gottlichs Worts / vnd hochwuͤrdiger Sacramenten / dem ſchroͤckli⸗ chen Laſter des fluchens vnnd gottslaͤſterens / der fleiſchli⸗ chen Rachgir / mißuertrawen vnnd widerwillen gegen dem Nechſien / dem Gelt vnnd Ehrgeis / der Hoffart/ dem ſchaͤndtlichen vnnd verfluchten vbel der Vnzucht / allem ſchmeichleriſchen ʒuthun / vnd verkleinerung des Nechſten / vnd dergleichen Vntugenden. Haben alſo warhafftig mit Dauid ſagen koͤnnen: Ein verkehret Hertz muß von mir
weichen / den boſen leid ich nicht. Der ſeinen Nechſten heim⸗
lich verleimbdet / den vertilge ich · Ich mag des nicht / der ſiolze gebaͤrd vnd hohen mut hat. Meine augen ſehen nach den trewen im Land / daß ſie bey mir wohnen / vnd hab gern fromme Diener / ꝛc.
Es haben auch Ihre F̃. G. ſich nicht allein gegen an⸗ dern Hernſchafften gantz vertraͤglich / ( zuuorderſt aber ge⸗ gen vnſerm hoͤchſten jrꝛdiſchen Haupt/ der Keiſerlichen Maieſiet / mit worten vnnd wercken gantz demuͤtig / gehor⸗ ſam / wüfaͤhrig vnnd ehrenbiettig) erzeigt: den Friden ge⸗ ſucht / vnd demſelben ernſtlich nachgeiagt: ſonder ſeind auch gegen derſelben Dienern / auch den allergeringſten / nicht gnadig / fonder freundtlich / ja die Freundtligkeit ſelbs gewe⸗ ſen: alſo / daß doch mit vilen Teuffeln herte beſeſſen ſein muſſen / der Ihren F̃. G. (wann er derſelben Gaben vnnd Tugenden wiſſens gehabt]) nicht hette koͤnnen oder woͤllen hold ſein. Vnd haben Ihꝛe F. G. vmb dero Diener ſich ſo verdient gemacht / vnd ſich ſo anmutig / trewhertig / vnd holdſelig gegen ſynen erzigi daß mir nicht zweifelt / e 6
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