. Pet:5. .
Plal-2y. 2.
z6 Leichpredig Graven Joachims
(denn was einer nicht hat / das kan er nicht geben)vnd gibets alſo / das / die es von hm empfangen olches Leben in jhnen ſelbſten empfinden . Dieſes noch mehr zu vergwiſſen ⸗ ſpricht er: Sie werden nimmermehr vmbkommen / weñ ſich gleich not vnnd gefahr erheben ſolte wider dieſe Schafe: der Teuffel wie ein Brůͤüender Loͤw herum̃ gehe ſie ʒu verſchlin⸗
gen / vnd andere Woͤlffe vnd Veeren ſie freſſen wollen / ſo ſol⸗ len ſie gewiß ſein / daß ſie nimmermehr vmbkommen / fur al⸗
lem leid vnnd vnfal verſichert ſein. Vnnd zum Druten: Wann gleich ein groß Heer ſich wider ſie lägerte / vnnd zum Tode mit gewalt hinreiſſen wolte / ſo lolle vnd werde ſie doch niemand auß ſeiner Hand reiſſen.
Da dann der HEt: Chriſtus ſeine trewe vnndmacht erwetſen wil / wie feſt er die ſeinen gefaſſet vñ wir kraͤfftiglich er ſie bewahret / daß ſie in ſeiner Hand dermaſſen ſein / vnnd
behalten werden / daß ſie niemand auß derlelben reiſten
moge.
O ein frommer / gůttiger / treuer / vnd gewaltiger Hirte/ der die Schaſfe in ſeiner Hand treget / vnnd ſie mit derſelben ſchuzet vnd bewaret. Wo hat man jemals gehoret/ das ein Hirte ſeinen Schafen dz Leben gebẽ könne*Ja / wo hat man je gehore / das ein trte ſeiner Schafe Leben erhalten / vñ ſie fuͤrm Wolffe vñ aller gefahr allezett bewaren koͤnne⸗ Vom Davtd leſen wir 1. Sam: 1. Da er wider den Gollat ſtretttẽ wii / daß er zum Konig Saul ſaget: Dein Knecht huͤttete der
Schafe meines Vatters / vnd es kam ein Loͤw vnd Beer / vñ
trug ein Schafweg von der verde: Ich aber lieff im nach vnnd ſchlug jhn / vnnd reiß es auß ſeinem Maul. Alſo iſt in Davtd furgebildet der Herꝛ Jeſus Chriſtus / der ſeines Vat⸗ ters Schafe důttet / der leſſet jhm keines nemen / vnnd auß ſeiner Hand reiſſen. Dawider moͤcht aber jemand ſagen: ſichet dochEſa:ʒ6. Der gerechte kommet vñ / wie ſol ich denn das mit dieſen Worten Chriſtt: Meine Schafewerden nim⸗
mehr vmbkommen; vergleichen? Antwort: Sit vm
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