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Zwo Leichpredigten, Bey dem Conduct vnd Begräbnis, Des Hoch: vnd Wolgebornen Graven vnnd Herrn, Herrn Joachim der Eltern Graven, Graven zu Ortenburg, Christseliger vnnd milter gedächtnis / gehalten, Durch Matthiam Platonem Soltvvedelensem, Dienern deß worts Gottes zu Amberg
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zu Ortenburg. 33

den hoͤre / ſelnen luſt an derſelben habe / ob er auch dle Eigen⸗ ſchafft der Schafe an yhm finde / daß er from / Sanfftmütig / Demutig / Gedultig / vnd fleiſſig ſey zu gutten wercken / das vngoͤttliche weſen / vnd die weltlichen Luſte verleugne / in die⸗ ſem Leben zuchtig /gerecht / vnnd Goitfelig wandele / war⸗ tend auff die ſelige hoffnung vnnd erſcheiung deß groſſen GOttes / vnd vnſers Heylandes JEſu Chriſtt. Denn die⸗ ſes iſt abermal eine gabe / vnnd gnaden geſchencke G OTtes / der vns die Vhren auffthut / wie im 40. Pſalm geſchrieben vſalm 30.7. ftehet: der auß vns newe Creaturen machet / ein new Hertz / vnd einen newen Geiſt in vns gibt / daß wir in ſeinen gebot⸗ ten wandeln / denn ſonſten ſind wir von Natur wilde / bo⸗ ſe /vnd grauſam / wie Bocke / ja Wolffe vnd Beeren. Der⸗ halben ſolte einer den andern / ja auch ein jeder ſich ſelbſi auff⸗ muntern vnd ermanen: Heute/ ſo du die Stimme deines ge⸗ trewen Hirtens JEſu Chriſtthoreſt / ſo verſtocke dein Herz nicht / Pjalm /ↄondern hore mit freuden vnd ſprich: Her: / Pſalm. . rede / denn dein Knecht hoͤret. Folge deinem getrewen Hirtẽ / mit warem Glauben / auff daß du da ſein mogeſt / da er iſt / da. Sam: 3. mit du ja nicht hoͤren moögeſt die traurige vnnd ſchroͤckliche Wort dieſes Hirtens / mit den vnglaubigen Juden: Ihr glaubet nicht / denn jhr ſeyd meine Schafe nicht. Vnnd dann / daß er mit dem Gebet bey dieſem gutten vnd getrewen Hirten jm̃er anhaltei HErꝛ Jeſu du getrewer Hirte / gib mir ja / je lenger je mehr / zuerkennen durch deinen Heyligen Geiſt / daß du mich als dein Schaff erkenneſt vnnd liebeſt / vnd daß ich dich auch erkenne: Laß mich in delner lie⸗ be / vnd erkentnis nemen zu / daß ich im Glauben blethe / vnnd diene im Geiſt ſo / daß ich hie moͤge ſchmecken / dein ſůſſig⸗ keit im Hertzen / vnd duͤrſten ſtets nach dir. VPerley mir deine gnade/ daß ich deine Stimme willig / vnnd mit freu⸗ ich dir mit luſt vnnd freudigem gehorſammoͤge olgen Wer ſich alſo erzeiget/ ob gleich groſſe ſchwachheit mit E vnter⸗

Fit. 3 13.