zu Ortenburg. 1
wenn ſie erſtlich ſeine Silmme kennen / vnnd dieſelbe von
den Frembden vnter
ſie jhm folgen.
ſchetden vnd hoͤren: Fuͤrs andere / weñ
Diß iſt aber Chriſti deß gutten Hirtens Stimme / daß er vns den willen ſeines Himliſchen Vatters verkuͤnd iget / wie wir durch den Glauben an jhn Seelig werden: Wie wir derhalben Buſſe thun vnnd dem Evangelto glauben
ſodlen.
Alſoleſt er ſeine Stimme klingen Mare. Thut Buſſe /
vnd glaubet dem Evangelio · Chriſtus horen laſſen / da er geruffen: Kom̃et her ʒu mir / alle
Dieſe Stimme hat der Herꝛ
die jhr můͤheſelig vnnd beladen ſeyd / ich wil euch erquicken / 65 nemet auff Euch mein Joch / vñ lernet von mir / denn ich bin ſanfftmutig / vnnd von Hertzen demůtig / ſo werdet jhr ruhe finden fuͤr ewre Seelen: Deñ mein Joch iſt ſanfft / vñ mein laſt iſt leicht. Math. rr. Weiſet in dieſen worten den Schaft jhr Elende / wie ſie jrꝛende / vnnd verloren ſein: Troöſtet ſie ⸗ dah ſie an jhm einen Hirten vnd Seligmacher haben / ſolches glauben vnd getroſt ſein ſollen / daß ſie auch die danckbartete gegen dieſem Hirten beweiſen / vnd nach ſeinem willen Leben
muſſen.
Dieſe Stim̃ hat diſer Hirte hoͤren laſſen / da er die ſeint
troͤſilich angeſprochen: Alſo hat Gote die Welt gellebet / daß lohvns.
er ſeinen eingebornen Sohn gab / auff das alle die an in glau⸗ ben/ nit verloren werdẽ / ſondern das ewige lebẽ haben /Joh.3 Diſe Stĩ hat er hoͤren laſſt / da er zu ſeinen Juͤngern geſagt hat: Wil mir jemand nachfolgẽ / der verleugne ſich ſelbſi/ vñ
neme ſein Cꝛeutz auff ſich / vñ folge mir· Matth. 1 Vñ alſo in andern worten des HErꝛn Chriſti mehr / da er ſeine Stimme
hoͤren leſſet. Wie nun der. Her: Chriſtus diſe Stim̃e hat uͤber⸗ laut klingen vnd ſchallen laſſen / alſo thut er noch in ſeinem
Evangeſto / vnnd wil daß man ſie horen ſolle. ober auch weitter / daß es nicht allein bey dem enſſerlichen
Er wil
horen
Matth: r1. v.
*16.
V.4.


