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zu Ortenburg. 29
nemblich daß er ſevne glůckſeligkeit nicht in jhm ſelber / ſon⸗ dern in dem/ der allein ewig / vnſterblich vnd Sei ig iſt / das ii/in GD TTdem Herꝛn nicht hie auff Erden / ondern im Himmel ſuchen / vnnd bekommen muͤſſe. Wienun daſſel⸗ be zu gehe / hat der HEr: Chriſtus in ſetnem Evangelto al⸗ lenthalben / vnd alſo auch in verleſenem wortten lehren wol⸗ len / daß wir wiſſen ſollen / Er ſey der Weg / die Warhen vnd das Leben / Niemand komme zum Vatter / dañ durch jhn. Joh · vʒ. Er ſey die Thuͤr zum ſchafen/er ſey der gute Hirte⸗ der vns leyte/ waide/regtere / beſchůtze / vñ zu der cwigen Se⸗ tigkett einfuͤhre / vnnd wer zu derſelben gelangen wolle / der můſſe ſich an jhn halten / alß dan ſol jhm nichts mangeln ⸗ dem ſollen guts vnd Barmhertzigkeit folgen ſeinLeben lang⸗ vnd erſol im Hauß deß Herien bſeiben jmmerdar Pſalm. 23. So troſtet nun Chriſtus ſeine außerwehlten mit diſen wort⸗ ten / daß ſie jhrer Seligken gewiß ſein / vnd an der beharꝛlig⸗ keit zum ewigen Leben nicht zu ʒweiffeln haben: dañ weil er
alleʒeit ein guter hirt iſi / vnd bleibet / ſo werde er auch allezeit ſeine Schafe haben / dieſelbẽ nimmermehr verlaſſen / ſondern
daß ſie mit vnd bey dieſem Hirten das Leben / vnnd volle ge⸗
nůge haben / gewißlich verlethen. Wir wollen aber auß di⸗
ſen wortten durch Gottes genadzweyerley betrachten. Erſt⸗
lich die kenzeichen der Schaſe Jeſu Chriſti. Zum andern⸗
Was der Herʒ Chriſtus ſeinen Schafen verheiſſen / vnd ge⸗
ben wolle.
Vom Erſten ſollen wir bedeneken / daß die Schrifft vns Schafe nenne: Eins theils vnſers elends halben / wie geſchrieben ſtehet / Eſatæ yz. Wir gtengen alle in der jrꝛe wie
Schafe / ein jeglicher ſahe auff ſeinẽ weg: anders theils wegẽ
der Erloͤſung durch Chriſtum geſchehẽ / d in dieſe Welt kom⸗ men zu ſuchen vnd Selig zu machen das verloren war / Lue. 19. Vnd das verlorne Schaf geſucht / auff ſenne achſelgelegt vnnd zum Schafſtal / das iſt / zum Reich GOttes wider ge⸗ bracht habe / wie er im gleichnih redet. Luc.1j. Darumb auch
D tuj vnſer
Pſalm. 2
Lue 19. 16
Lue: 1.5.


