zu Ortenburg. 1.
rechter freudigkeit ſprechen: Vnſer wandel iſt im Himmel: „ vñ alſo ſuchen was droben iſt / vnd nicht was auff Erden iſf. colol:.v. Wie ſeynd wir aber noch nicht bey Chriſto? Darauff . iſt die Antwort auß dieſem wuntſch Pault leichtlich zugeben ⸗ nemlich alſo: Daß vnſere Seele noch im Leibe gleichſam ge⸗ fangen / vnnd im Grabe iſt: Darnach auch / daß vnſer Leib noch ſterblich vnnd verweßlich. Diß hat Paulus nach der lenge beſchrteben /2. Cor. . Vnnd vnſern zuſtand mit vn⸗ ſern lelbern verglichen einer bawfelligen vnd zerbrechlichen * Sort. Hůtten / darinnen wir wonen / die da werde nidergeriſſen / vnd vns dagegen ein Hauß / das herꝛlich vnd ʒierlich iſt / zu⸗ gerichtet werde im Himmel: Darnach einem alten beſudel⸗ ten / vnd zeruſſenen Kleide / das wir auß ziehen / vnnd able⸗ gen muͤſſen / damit wir ei newes ſchoͤnes vnnd reines Kleid bekommen mogen. Erzehlet auch / wie er vnd andere glaublgen uͤber dem⸗ ſelbigen ſich ſehnen / nach vnſer behauſſung / die vom Him mel iſt / vnnd vns verlanget / daß wir damit uͤber kleidet wer⸗ den / ſo doch / wow r bekleidet / vñ nit bloß erfunden werden. Widerholet das ſehnen noch ein mal vnd ſpricht: Dte⸗ weil wir in der Hůtten ſein / ſehnen wir vns / vnnd ſind be⸗ ſchweret / ſintemal wir wolten lieber nicht entkleidet / ſon/ v„. dern uͤberkleidet werden / auff daß das ſterbliche wuͤrde ver⸗ ſchlungen von dem Leben. Er verſchweiget auch nicht ⸗ woher ſolches komme / da er ſaget: der vns aber zu demſel⸗ bigen bereittet / das iſt Gott / der vns das Pfand / den Geiſt v gegeben hat: Vnd wetter: wie wir noch nicht beym HErꝛin ſein / ſondern zu jhm eilen: Wir ſeynd getroſt allezeit / vnnd wiſſen / dah / dieweil wir im Leibe wonen / ſo wallen wir dem HErin / denn wir wandeln im glauben / vnd nie im ſchawen. * Wir ſind aber getroſt / vnnd haben vlel mehr luſt auſſer dem Lethe zu wallen / vnd daheim zu ſein dem HErin 1


