Ihriſiliche Leichpredigt. todt / ſowol bey dem / der in hohen ehren ſitzt / als bey dem geringſten auff Erden / ſowol bey dem / der Seyden vnd kron treget / als beydem der einen groben Kittel an hat. Biermit concordiren vnd ſtimmen gar artig bberein die ſchonen vnd denckwirdigen wort Proſperi:
Nunquam bella bonis, nunquam diſcrimina deſunt: Et quo cum certet, mens pia ſemper habet.
Aber durch den zeitlichen Todt kommen die gleubigen zur ruhe / vnd mit jhrem ſterben endet bnd ſcheidet ſich all jhr trawrigkeit vnd elend / vnd gehet jhnen nach der aus⸗ ſag Apocal. rʒ. Selig ſind die Todten / die im SErrn ſterben bon nu an / Ja der Beiſt deſo SErrn ſpricht / das ſie ruhen bon jhrer arbeit / Denn jhre werck folgen jhnen nach. Erewet ſich nu ein Bogelein / wann es aus ſeinem bawer loſo koͤmmet: Erewet ſich ein Pferd / wenns aus⸗ geſpant / bund in den Stall zur krippen / oder auff eine Wieſen gefůhret wird: Prewet ſich ein gefangener / der aus eim Thurn erlediget wird: Billich frewen ſich fromme Chriſten / vnd ſind frolich / wann ſie der liehe Gott von dieſer Welt abfordert / vnd zur Pimliſchen ru⸗ be befoͤrdert. Da heiſt es mit jhnen / Sap. 4. Der Se⸗ rechte / ober gleich ʒeitlich ſtirbet / iſt er doch in der ruhe. III. Troſt iſt genommen / à dulciſsimæ requie- tis fruitione, laut der Prophetiſchen wort: Vnd ru⸗ ben in jhren kammern. Damit der Prophet die gleubi⸗ gen troſtet / wie nicht allein jhre Seelen wol ver wahret / eingebunden in das buͤndelein der lebendigen beg dem
D ij SErrn
1. Sam. 25.


