Ehriſiliche Leichpredigt.
11I. Ineffahilis felicitas. Bon der Seerligseit vnd Slůͤckſeligkeit / darzʒu die glaͤubigen durch den ʒeitlichen Tod befoͤrdert werden · Daruon redet der Prophet alſo: Die Serechten werden weggerafft fuͤr dem ongluͤck / vnd die richtig fůͤr ſich gewandelt haben / kommen ʒum frie⸗ de / vnd ruhen in jhren Kammern.
In dieſen worten wird vns nu ein dreyfacher Troſt vorgeſtellet / darinn die heiligkeit der glaͤubigen beruhet / zu welcher ſie durch den zeitlichen Tod gebrache vnnd be⸗ foͤrdert werden.
I. Iſt genommen à grata piorum collectione, laut der wort : Die Serechten werdẽ weggerafft fuͤr dem ongluͤck. Allhie brauchet der Prophet gar eine beſonde⸗ re art ʒu reden / ohn allen ʒweiffel aus oſe genommen / ja er ſihet faſt auff die Complexion eines fleiſeizen Saus⸗ baters / Denn zu gleicher weiſe / wie jhm derſelbe vmb die Erndte zeit thut / wann er ſein Setreide auff dem Felde
ligend hat / ſihet aber vnd vermereket / wie ein groſſes wet⸗
ter wil kom̃en / ſo eilet er trawn mit allen den ſeinen hin⸗ aus ins Peld / treget die arben zuſammen / thut die an⸗ ordnung / daß ſie alſobald mogen auffgeladen / vnnd in die Schewren eingefuͤhret werden. Eben ſothut jhm der alte ond allein weiſe Sausbater / die LoͤttlicheWaeſtaͤt / weñ dieſelbe jhren Jorn vber ein Pand wil außsſchůͤtten / mit Sunger / Krieg / oder Peſtilentz ſtraffen / So nimmet ſie jre auſoer wehlten durch den zeitl ichen tod aus dieſer Welt kinweg / laut Eſai. 26. Behe hin mein Bolck inn eine Dij Kammer /
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