Ehrißliche Leichpredigt. gum Andern geben wir vnſerm Vuickern das ge⸗ leidt anhero / in eiuſdem itineris ſuſceptationem, zu bekennen / wie wir dermal eines nach dem Baht vnd willen bnſers lieben Sortes / in deſſen henden vnſer leben ſtehet / auch dieſen weg wandern můſſen / vnd dieſe bahn tretten / vnd vnſern berſtorbenen / die wir vor bns hin ge⸗ ſchicket / nachfolgen werden. lInde Gyprianus: Non amiſimus, ſed præmiſimus. Hiermit concordiren die ſchonen vnd lieblichen Berelein: Nam mortui non ſunt, eandem ſed viam/ Quam cogit omnes ingredi neceſsitas, Præmuniẽre nobis, nos in poſterum ldem ſequemur ipſfos in conſortium, Communis & vita fruemur patriæ.
Zum Dritten geben wir buſerm gottſeligen Fun⸗ ckern das geleite / in vitæ æternæ teſtificationem, bekennende / das ob wir gleich hie muͤſſen von rinander ſcheiden / vnd keins hie ein bleibende ſtat hat / das wit dan⸗ noch in der tröſtlichen Aufferſtehung am Jůngſten tag widerumb im ewigen cben zuſummen kommen / bnd begeinander ſein vnd bleiben werden / laut Johan. 1. da Chriſtus zur Wartha ſagen thut: Ich bin die Auffer ⸗
ſtehung vnd das leben / wer an michglaubet / der wird le⸗
ben / ober gleich ſtirbet/ Vnnd wer da lebet ond gleubet an mich / der wird nimmermehr ſterben. Denn ob gleich bnſtre Beiber wie die Veitzenkornlein inn die Erde ber⸗ ſcharret / bermodern / So muͤſſen ſie doch im lieblichen
Bij Eruͤling /
1I.
11I.


