Pſal.o.
2 Chriſtliche Leichpredigt. meyn erzuͤrnet oder beleydiget hette⸗ wiſſentlich oder vnwiſſentlich / denn er ſeine gebrechen auch gehabt / daß man jm daſſelbige vmb Gottes willen / von hertzen verzeihen vnd vergeben wolle / deßgleichen habe er auch von hertzen gethan. Folgends deß HERRN Abend⸗ mal mit beſonder andacht entpfangen. Sich auch ſol⸗ cher verſoͤhnung mit GOtt vnd ſeinem Heyland Jeſu Chriſto hertzlich getroͤſtet / vnd die zeit der kranckheit vber dem gemeynen Gebet der Kirchen ſich ſehr fleiſſig befohlen / auch offtermals nachgefragt / ob auch daſſel⸗ bige vor jn geſchehe.
Nach ſolcher entpfangener geyſilichen Artzeney aber / hat er allgemach die Weltliche geſchaͤfften auff ein ort geleget / hat ſich dem lieben treuwen Gott in ſei⸗ nen ſchutz vnd ſchirm ernſilich vnd treuwlich befohlen / Gott vmb ein ſeliges ende angeruffen / deñjm wol wiſ⸗ ſende / daß wie das ewige Leben / alſo auch ſeliges ende beſondere Gottes gnaden gabe ſey / vnnd er darumb woͤlle angeruffen vnd gebetten ſeyn / wie Moſes gebet⸗ ten / vnd der HEdR Chriſtus vns im Vatter bnſer da⸗ rumb zu bitten ſelbſt gelehret vñ befohlen hat. Hat auch alſo auff ein ſeliges Stuͤndlein mit groſſer gedult vnd verlangen gewartet. Wie jhm denn auch der trenwe Gott in ſeiner Kranckheyt ſolche ſondere gnade erzeh⸗ get / daß er keine groſſe ſchmertzen gefuhlt / oder ondern


