Druckschrift 
Christliche Leichpredigt, Bey dem Begräbnuß weiland deß Gestrengen, Edlen vnd Ehrnvesten, Melchior von Langenstein, genandt Guntzenrodts, Fürstlichen Würtzburgischen gewesenen Amptman zu Murstatt, vnd Burgkman zu Schrecksbach, [et]c. : Welcher im Herrn seliglichen entschlaffen Montags früe vmb 2. vhr, den 20. Martii jeztlauffenden 1592. Jahrs, vnd folgenden Donnerstag, welcher war der 24. iusdem, in der Krichen zu Schrecksbach ehrlich vnd Christlich zur Erden bestattet worden / Gehalten Durch Joannem Milnerum, Diener am Wort Gottes vnd Pfarrherrn daselbst, [Valentinus Schonerus, Rodolphus Goclenius, Hieron. Treutlerus]
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Luc. 3. Pſal.3r.

Luc.23.

Act.y⸗

Rom..

Pſal.u6.

Syr. 40. Geneſ.3. Eccleſ.i.

20 Chriſiliche Leichpredigt· men ſind. Sie ſind in Gottes Handt / wie Sapʒ. Der Gerechten Steelen ſind in Gottes Handt / vndkein qual ruhret ſie an. Darein hat Chriſtus ſeine Serle ſelbſt befohlen: Wie Er denn am Creutz chreiet / Vatter / Ich befehle meinen Geyſt in deine Haͤnde. Wie in gleichem auch David / der ein Vorbildt Chriſti geweſen / ſeine Seel befohlen / da er ſpricht: In deine Hände befehl ich meinen Geyſt / Du haſt mich erloſet/ E R R/dutrewer Gott. Vnd wie der HERR Chriſtus zum Moͤrder am Creutz ſagi: Warlich / Ich ſage dir: Heut wirſtu mit mir im Paradeiß ſeyn / alſo nimpt er auch zu ſich in das Paradeiß aller derer Seelen / ſoim rechten glauben an jn vndanruf⸗ fen ſeines heiligen Namens von hinnen abſcheiden. Vnd wie Ste⸗ phanus erhoͤret wird / da er ſagt: HE RR Jeſu / nim meinen Geyſt auff: Alſo werden auch alle Chriſtglaubigen erhoret / ſogleicher ge⸗ ſtalt an jrem letzten ende zum HERMN Jeſu ſeufftzen vnd ruffen / wie denn der Prophet mit den worten Gum fried kommereigentlich ſihet auff der verſtorbenen heiligen Steelen / wil ſagen / daß ſie durch den Todt nicht kommen vmb den fried / welchen ſie in dieſem leben / durch den glauben an Jeſum Chriſtum / wie S. Paulus ſagt: Nun wit gerecht worden / durch den glauben/ ſo haben wir fried mit Gott⸗ durch vnſern HERMM Jeſum Chriſium / durch welchen wir auch einen zugang haben im glauben / zu dieſer gnade / darinn wir ſtehen vnd ruͤhmen vns der hoffnung der zukuͤnfftigen herrligkeit / die Gott geben ſol: Sondern ſie ſind nun viel mehr ʒum friede kommen/ daß jhre Seelen jetzt leben mit fried vnd freude / in Chriſto Jeſu/ biß an den Jůngſten tag. Darumbwir mit David ſagen: Sey nun wider zufrieden meine Seele / denn der H ER R thut dir gutes. Wer nun wiſſen wil / wo die Seelen der vnſeren hinkommen/ ob ſie gar weg / verſchwunden / oder vmbkommen / der hat allhie klaren bericht auß Gottes Wort / Daß ſie kommen zum frieden.

Die Leichnam aber / vb wol dieſelbigen in die Erden / die vnſer aller Mutter / begraben / von Wurmen verzehret / wderzu Erden

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werden / Denn der Staub muß wider zur Erden kommen / in ſout e och