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Eine Christliche Leichpredigt Vber das Euangelium am 21. Sonntage nach Trinitatis, Vom Königlichen : gehalten zu Dreßden im Schlos den 24. Octob. in grosser Versamlung vieler Hoher Potentaten, Fürsten vnd Herren : Als jetzo die Churfürstliche Leich des weiland Durchlauchtigsten Hochgebornen Fürsten vnd Herrn, Herrn Christiani, Hertzogen zu Sachsen, des Heiligen Römischen Reichs Ertzmarschalln vnd Churfürsten, Landgraffen in Düringen Marggraffen zu Meissen, etc. : Welcher den 25. Septemb. früe vor 7. vhr in diesem 1591. Jahre, seines alters 31. zu Dreßden in Christo seliglich entschlaffen ist, auffm Schloß in die Creutzkirche daselbsten hat sollen gesetzt werden
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Vom dritten Stuͤck.

Vm dritten vnd zum beſchluß / wollen wir nu kurtzlich fuͤr vns nemen den Koͤnſgiſchen ſelbſt / wie er ſich gegen Gott /gegen ſeinem Sohnevnd ge⸗ gen ſein gantzes Haußgeſinde verhalten habe. Denn da horen wir erſtlich / dz er zwar an Chriſtum gegleubt / vnd zu jhm in ſeinen noten geflohen / Aber bald hernach einen ſterckern Glauben an jn geſchoͤpfft / ſintemal der Euange⸗ liſt vnd Apoſtel Johannes von jm ʒeuget / dz er dem wort das Jeſus zu jm geſaget gegleubet/ Vnnd darauff heim gegangen / vnd da jm vnterwegens ſeine Knechte begegne ten / vnd die bona nova gute Bottſchafft brachten / dz ſein Kind Lebe / vnd friſch vnd geſund ſey / hat er aufffleiſoige nachforſchung vnd vergleichung der Rede Chriſti / vnnd der Stunde der verwandlung / ſo viel befunden / das eben zu der zeit vnd Stunde / do jhm der HxR geſagt / (dein Sohn lebet) ſein Sohn geſund worden / derwegen er mit ſeinem gantzen hauſe gegleubet / das J ESus CRiſtus GDTTES vnnd Marien Sohn warhafftig ſey der sz1as vnd Heiland der Welt / der nu erſchienen / das er die Werck deß Teufels zerſtoͤre / vnd vns widerbringe Gerechtigkeit / Vnſchuld vnd ewiges Leben vnd die ewi⸗ ge Seligkeit. Derhalben gleich wie dieſer Koͤnigiſchr den Glauben ſo er an Chriſtum gehabt / auſſm Gehoͤr be⸗ kommen / dieweil er auch / wie die Alten ſchreiben / mit auff der Hochzeit zu Cana in Galilea geweſen / vnd da⸗ ſelbs des HxRRM Wunderwerck geſehen / vnd ſich ſei⸗ ner Allmacht getroͤſtet: Alſo ſollen wir vns auch halten zur predigt Goͤttliches worts / vnd zum gebrauch der Hei⸗ ligen Hochwirdigen S dardurch noch g ic