Si STVS. Anno 8 8. am Gruͤnen Donnerſtag / ſſt mit to⸗ „Rönig de verblichen der mechtige Konig in Deunemarck FR I⸗ in Denne⸗ DERKlCVS SECVNDVS/welchem anno 89. den marckt. 3. MaiIVLEIVS Hertzog zu Braunſchweig gefolgt.
Juluser Geſtern fruͤh vmb 2. Vhr ſinds vier wochen geweſen / da
Sog zu hochſtgedachter CHRLIS TIANVS Hertzog vnnd
ei⸗ Churfurſt zu Sachſen Chriſtmilder gedechtnis in ſeinen
.“ jungen Jaren ſintemal er noch nit ein vnd dreiſsig Jahr
Chriſttan völlig erreicht(denn den 29. des Weinmonats / do ers er⸗
Sohn lebet / hette er erſt das Par ſenes alters erfuͤllet( wie der
zu Sach⸗ Grosmechtige Koͤnig Alexander Magnus faum vber
ſen. 3o. Jarkommen / dieſe Welt geſegnet hat. So gar ver⸗
genglich iſt vnſer geſtalt / ſo kurtz vnnd wegfluͤchtig vnſer
Teben / das recht Dauid ſagt ). Chron. 30. Vnſer Leben
auff Erden iſt wie ein ſchatten/ vnnd iſt keinauffhaltem
vo ee Moſes im 9o. Pſalm / vergleichets )·einem Tage. Tau⸗ heitonſers ſendt jar ſind fuͤr dem HERN wie ein Tag.
Eebeus. Die Welt ſol 6ooo. Jar ſtehen / doch ſol etwas von
dieſer zeit vmb der Außerwehlten willen verkuͤrtzt werden
vnd darauff folgen der ewige Sabbath. Dieſe ſechs tau⸗
ſend Jar ſeind wie ſechs tage fur der Rechentafel Gottes
Die erſten 20o0. ſind fůruͤber als ⁊. tag Montag vnnd
Dinſtag: Die andern 2000. ſind auch fuͤruͤber als Mit⸗
woch vnd dritten 2. tauſent Jahr ſind
nu faſt zum ende. Denn der Freytag iſt hinweg / der Soñ
abendt vper die helffte / vnd wir ſingen jetz Veſper / ſinte⸗
mal numehr) ] jar fuͤruber ſind / vnd wir warten alle
ſtund vnd augenblick / des froͤlichen Sontagsoder Bſter⸗
tags / do wir aller trawrigkeit vnd elendes werden benomẽ
vnd mit ewiger frewd vnd herrligkeit ergetzt werdẽ. ⁊. Ei
ner Nacht wache: Gleich wie man in Kriegs leufften etli⸗
che Wechter auffuͤhret / etliche abfuͤhret / vnd muß
ein er


