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Eine Christliche Leichpredigt Vber das Euangelium am 21. Sonntage nach Trinitatis, Vom Königlichen : gehalten zu Dreßden im Schlos den 24. Octob. in grosser Versamlung vieler Hoher Potentaten, Fürsten vnd Herren : Als jetzo die Churfürstliche Leich des weiland Durchlauchtigsten Hochgebornen Fürsten vnd Herrn, Herrn Christiani, Hertzogen zu Sachsen, des Heiligen Römischen Reichs Ertzmarschalln vnd Churfürsten, Landgraffen in Düringen Marggraffen zu Meissen, etc. : Welcher den 25. Septemb. früe vor 7. vhr in diesem 1591. Jahre, seines alters 31. zu Dreßden in Christo seliglich entschlaffen ist, auffm Schloß in die Creutzkirche daselbsten hat sollen gesetzt werden
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Si STVS. Anno 8 8. am Gruͤnen Donnerſtag / ſſt mit to⸗ Rönig de verblichen der mechtige Konig in Deunemarck FR I⸗ in Denne⸗ DERKlCVS SECVNDVS/welchem anno 89. den marckt. 3. MaiIVLEIVS Hertzog zu Braunſchweig gefolgt.

Juluser Geſtern fruͤh vmb 2. Vhr ſinds vier wochen geweſen / da

Sog zu hochſtgedachter CHRLIS TIANVS Hertzog vnnd

ei⸗ Churfurſt zu Sachſen Chriſtmilder gedechtnis in ſeinen

. jungen Jaren ſintemal er noch nit ein vnd dreiſsig Jahr

Chriſttan völlig erreicht(denn den 29. des Weinmonats / do ers er⸗

Sohn lebet / hette er erſt das Par ſenes alters erfuͤllet( wie der

zu Sach⸗ Grosmechtige Koͤnig Alexander Magnus faum vber

ſen. 3o. Jarkommen / dieſe Welt geſegnet hat. So gar ver⸗

genglich iſt vnſer geſtalt / ſo kurtz vnnd wegfluͤchtig vnſer

Teben / das recht Dauid ſagt ). Chron. 30. Vnſer Leben

auff Erden iſt wie ein ſchatten/ vnnd iſt keinauffhaltem

vo ee Moſes im 9o. Pſalm / vergleichets )·einem Tage. Tau⸗ heitonſers ſendt jar ſind fuͤr dem HERN wie ein Tag.

Eebeus. Die Welt ſol 6ooo. Jar ſtehen / doch ſol etwas von

dieſer zeit vmb der Außerwehlten willen verkuͤrtzt werden

vnd darauff folgen der ewige Sabbath. Dieſe ſechs tau⸗

ſend Jar ſeind wie ſechs tage fur der Rechentafel Gottes

Die erſten 20o0. ſind fůruͤber als. tag Montag vnnd

Dinſtag: Die andern 2000. ſind auch fuͤruͤber als Mit⸗

woch vnd dritten 2. tauſent Jahr ſind

nu faſt zum ende. Denn der Freytag iſt hinweg / der Soñ

abendt vper die helffte / vnd wir ſingen jetz Veſper / ſinte⸗

mal numehr) ] jar fuͤruber ſind / vnd wir warten alle

ſtund vnd augenblick / des froͤlichen Sontagsoder Bſter⸗

tags / do wir aller trawrigkeit vnd elendes werden benomẽ

vnd mit ewiger frewd vnd herrligkeit ergetzt werdẽ.. Ei

ner Nacht wache: Gleich wie man in Kriegs leufften etli⸗

che Wechter auffuͤhret / etliche abfuͤhret / vnd muß

ein er