Auslegung.
Eliebte vnd Außerwehlte in dem HeRRR Chriſto / Es ſaget gar ſchoͤn der Heilige Königliche Prophet Dauid Pf.Hoffet auffden HErrn all⸗ . ʒeit Lieben Leute / Schůttet ewer pſalma. Hertz fuͤr jhm aus⸗GOtt iſt vnſer Zuuerſicht / Sela Aber Menſchen ſind doch ja nichts/ Groſſe Leute feihlen auch⸗ ſie wegen we⸗ niger denn nichts / ſo viel jhr iſi. Mit welchen „ ⸗ Worten vns Dauid fuͤrnemlich zweyerley erinnert / Erſt⸗ lich des Glaubens an Gott den Allmechtigen / dz wir vns in Geiſtlichen vnd Leiblichen Noͤten / auch do ſichs wider alle Vernunfft leſt anſehen auff den HE Rrn verlaſſen ſollen. Denn der Glaube iſt eine gewiſſe zuuerſicht / des / das man hoffet / vnd nicht zweifelt an dem / das man nicht ſihet. Vnd ob gleich bißweilen ſchwachheit vnterleufft / ſo wil doch der leutſelige Heiland das glimmende Taͤchtlein nicht aus leſchen / noch das zuſtoſſen Rohr vollend gar zer knirſchn. Darnach fuͤhret er vns auch zu gemuͤte die nichtig⸗ keit aller Menſchen / Cazaf beneiiſch mendaciũ præſtan- tis viri, Groſſe Leute feihlen auch / wenn man ſie auff die Goldwage leget / ſo wegen ſie drey Loth weniger denn nichts. Wer ſich auff Menſchen verleſt der feihlet / wie roß ſie auch ſind / ſo iſts doch nichts mit jhnen / vnd muß feihlen. Pſalm. 39. Wie gar nichts ſind alle Menſchen / die doch ſicher leben / Sela. Sie gehen daher / wie ein ſchemen / vnd machen jhnen viel vergeblicher vnruhe/ Sie Bij ſamlen


