Zeit geſtorben/ Das ſchaffet vnd wircket bey jhme ſo viel ⸗
das er aus Hertztichem Wunſche ſpricht: Meine Seele Num. 23.
muͤſſe ſlerben deß Todes der Gerechten / vnd mein Ende werd wie dieſer Ende / wie inn Schrifften Moſis geleſen wird. Vnd iſi bey denen / ſo von anderer Leut Abſchied horen /gemeinglich der erſte Gedancken / das jhnen hier⸗ under jhr eigen Sterben auch zu Hertzen koͤmpt. Vnnd haben ſolche Gedancken nicht allein jhren Nutz vnd Be⸗ wegung in dem / das ſeines eigenen Sterbens der Menſch hiedurch erinnert wird: Sondern die Exempla, vnnd gleiche Fůlle ſchaffen viel / wann ſich auch bey andern Manſchliche Faͤlle vnd Sterbens noten zutragen vnd be⸗
geben. Sonderlich haben ſie mercklichen Frommen vnnd nutzen / wann ſolche Eyempel auß heiliger Gottli⸗
chet Schyifft / vnd hierinnen aus fuͤrtirefflicher Heiligen / vnnd groſh Leuth Hiſtorien genommen vnnd gezogen ſeind. Dann wie ſonſien andere Schrifft inn gemein von Goit eingegeben / nutz iſt zur Lehre/ zur Beſſerun vnnd allerhand Erbawung im Chriſtemhumb Alſo
ben dieſe Exempel der Schrifft auch jhren hohen Nutz vnnd beſondeye Wirckung. Dergleichen Exempel ewer Liebe in abgeleſener Lection vom Tod vnnd Abſchied deß thewren Proyheten vnnd Mannes Goties / Moſis / auff dißmal fůͤrgetragen vnnd abgeleſen worden iſt. Dieſes Eyempet / wie es mir als bald bey erſter Bottſchafft / daich von Herrn D. Selnecceri Tod vernommen / zu Gemũth geſuncken / vnd in Gedancken kommen iſt: Alſo hin ich gentzlicher Meinung / das es inn gegenwertiger VPrꝛſamlung E.C. mit Rath vnd Nutzen gar wol kondte R iij vorgt
nicht wenig nut eſchaffei wird· Bileam / welcher ꝗᷓ roͤm⸗ keis halben ſonſien wenig Lob hat / nimmnet war / wie wol unnd ſeliglich etliche heilige vnnd gerechte Leuth zu ſeiner
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