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Christliche vnd einfeltige Leichpredigt: Der Durchleuchtigsten, Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frauwen Elisabethen, Pfaltzgräffin bey Rhein, Churfürstin, Hertzogin in Bayern, Gebornen Landgräffin zu Hessen, [et]c. : Gehalten zu Heydelberg in der Pfarrkirchen zu Heyligen Geist, den 21. Martij 1582 / Durch Johannem Schechsium, Churf. Pfaltz Hofprediger
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Phil.n

Rom*.

Phil.

Angſt hat leuchten laſſen/ In dem ſie kurt vor jrem ſeligen Abſchiedt getroſt geſagt/ Das iſt meines Hertzen eyniger Troſtcund ſolo ſeyn biß an mein letztes Endi.

Chriſtus iſi mein Leben/ Sterben iſt mein Gewinn.

Vndob ſie wol die bitterkeit deß zeitlichen Todes koſten/ vndals ein Außerwehlte Chriſtin dem Ebenbildt Chriſti/ auch im Leyden etli⸗ cher maſſen gieichformig worden/ wie ſie danndermaln eins ſagt: D wie ein ſchwere Reyß iſt das. Itẽ/ Owehe meines Hertzens. Achwehe deß kalten Schweiß/ leuchtet doch in ſolchem allem herfur ein ſchoͤner Glaub. In dem ſie ongefehr x. viertel Stund vor jrẽſeligen Ende ſagt: Mein Geiſt freuwet ſich Gottes meines Heylandes. Vnd in dem ſie dieſem HxRR M Gott/ vnd Heylandt/ auch biß an jhrletztes Seuffßerlein/ mit einem freudigen Jabekennet⸗

Wie dann nicht wenigers Gott dle ſeinen darumb viel leyden laßt/ damit jnen diß elendt Leben erleydet/ vnd ein ſchnlicher Appetit vnd Hertverlangen nach dem ewigen Leben beyjnen erwecketwerde.

Dann wir alle haben an vns ein Fleiſchliche Vnart/ vnd ſehnen

vns nach dieſem zeitlichen auff Erden. Es iſt kein Wuͤrmlein ſo klein/ es kruͤmmet ſich vor dem Todt/ Auch heilige Leut erſchuͤttern vor demſelben. Darumb ſo laͤſt Gott ſeine Glaͤubige hie auff Erden viel leyden/ damitſie deß zeitlichen Lebens ſatt werden/ vnd mit Paulo ſeufftzen/ Cupiodiſſolui. Ich habe Luſt abzuſcheyden vnd bey Chriſto uſeyn. Fi Wie dann in dieſem Fuͤrſtlichem Hertzen/ durch vnſers lieben Gottes heylſames Vatters Ruͤhtlein /ein ſolcher apperitus vnd ſehnli⸗ che begirdtnach dem ewigen Him̃liſchen Loben/ nun etlich Jar her ſich hatſehen vnd hoͤren laſſen.

Von dieſen vnd andern Vrſachen aberhoͤren E. C zur andern

Zeyt.

Wir kommen widerumb zum verleſenen Teyt/ darinnen ſagt Dauid ferrners alſo:

Aber