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Christliche vnd einfeltige Leichpredigt: Der Durchleuchtigsten, Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frauwen Elisabethen, Pfaltzgräffin bey Rhein, Churfürstin, Hertzogin in Bayern, Gebornen Landgräffin zu Hessen, [et]c. : Gehalten zu Heydelberg in der Pfarrkirchen zu Heyligen Geist, den 21. Martij 1582 / Durch Johannem Schechsium, Churf. Pfaltz Hofprediger
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Vom Erſten:

Etreffendt den anfang der verleſenen Wort/ Ge⸗ lebten im Hn/ ſo ſagt/ auß Anreizung vnd getrieb Got⸗

tes deß Heyligen Geiſtes/ der Konigliche Prophet Dauid: Der Gerechte muß viel leyden. Die Heylige Schrifftnenet erſtlich dieſe gerechte vnnd heylige Leut/ welche dem Soͤttlichen Ge⸗ ſeß ein võlligen Gehorſam leiſten · Nun wirdt aber kein Menſch auſ⸗ ſer Chriſto auff dem gantzen Erdtboden gefunden/ der dem Geſetz Gottes vollkoͤmlich koͤndte gnug thun.

Sintemal wir durch die Sůnde durchauß/ an all vnſern Kraͤff⸗ ten verderbet/ Es iſt nichts guts an vns. Darumb auch keiner/ der durch deß Geſetzes Werck gerecht iſt/ ʒu finden. Wie denn Paulus

Rom.z. zun Romern ſagt: Daſiſt nicht der gerechtſeye/auchnicht einer: Da iſt nicht der verſtendig ſey/ Daiſtnicht/ der nach Gott frage/ ſie ſeindt alle abgewichen/ alleſampt vntuchtig worden/ Da iſt nicht/ der gu⸗ tes thue/ auch nicht einer/. Wie dann ſolches cbner maſſen der

pſul.. Konig Dauid beʒeuget: Daß der xRR vom Hiſil herab geſchau⸗ wet auff der Menſchen Kinder/ daß erſehe/ ob jemandt kuug ſeye/ vnd nach Gott frage. Aber ſie ſeind alle abgewichen/ vnd alleſampt vn⸗ tuchtig/ da iſt keiner/ der gutes thue/ auch nicht einer.

1. Joan.. Darumb ſagtder. H. Johannes: So wir ſagen/ wir haben keine Sůnde/ ſo verfͤßren wir vns ſelbſt/ vnd die Warheit iſt nichtin vns.

Rom. n. In ſumma/ Wie Paulus ſagt: Gvott hat alles beſchloſſen vnter dem Vnglauben.

Darnach ſo heiſſet die Heylige Schrifft dieſe gerechte rnnd heyligeleut/ die Chriſtum/ vnd den/ der jhn geſandthat/ recht erkennen/ vnd jhn rtn Glauben fuͤr jhren Heylandt vnd Seligmacher ergreiffen/ vnd ſich ſeines Verdienſtes/ wider Suͤnde/ Todt/ Teuf⸗

ſa. s. fel vnd Helle/ tröſten. Dann dieſer gerechte Knecht Gottes macht durch ſeine Erkandtnuß viel gerecht/ Dann er tregt jre Suͤnde. Vnd

Rom.i. Paulus ſagt: Die Gerechtigkeit/ ſo vor Gottgilt/ koͤmpt auß dem

Abeu. Glauben. Dann der Gerechte wirdt ſeines Slaubens ſeben Pne