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Christliche vnd einfeltige Leichpredigt: Der Durchleuchtigsten, Hochgebornen Fürstin vnd Frawen, Frauwen Elisabethen, Pfaltzgräffin bey Rhein, Churfürstin, Hertzogin in Bayern, Gebornen Landgräffin zu Hessen, [et]c. : Gehalten zu Heydelberg in der Pfarrkirchen zu Heyligen Geist, den 21. Martij 1582 / Durch Johannem Schechsium, Churf. Pfaltz Hofprediger
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Weilaber das liebe heilige Creutz der Kirchen Gottes Geferiß 5 ja der Kinder Gottes Feldtzeicheniſt/ dann wer Chriſti Juͤnger ſeyn/ vndjhme nachfolgen will/ der muß vnter das liebe heylige Creutz/ das iſtgewiß. Wer dammit dem HEMM Chriſto herrſchen vnd regie⸗ Rom.?. ren will/ der muß hie mitjme leyden. Es iſt doch beſchloſſen/ daß/ wer in Chriſto Jeſu Gottſelig ſn wil/ der muß allerley Truͤbſal vnd Ver⸗. Tim.. folgung außſtehen. So iuß ein ſolches auch der liebe fromme Patri⸗ arch Jacob auff ſich nem̃en/ vnd nicht ein Creutz vnd Truͤbſal allein/ ſondern mit eilicht auffeinanderbeladen werdẽ/ Das aller ſchmertzlich⸗ ſte aber iſt/ daß jm ſein liebe Hertzrieb/ ja das halbe theil ſeines Hertzens/ ſein Rahel/ ſein Liebe Ehgemahlin/ dazu vnter Wegen auff der Reyß/ vnd da dieſelben ſchier zu Endgebracht/ durch den ʒeitlichen Todt hin⸗ weg geriſſen wirdt. Aber zu Rahels Hiſtorien. Dieſer Rahel Vaiter/ iſt Rebecce/ Jacobs Mutters Bruder geweſen/ welcher Abgoͤttiſch/ Gen. ze auch ſchr Eygenuutzig/ vnd mit ſeinen eignen Kindern vnd Tochter⸗ mann ſehr verweißlich gehandelt/ wie beyde ſeine Tochterklagen vber ſolche ſcine vnvaͤtterliche Thaten/ daſie ſprechen: Vnſer Vatter hat Gen. z. vns gehalten als die Frembden/ denn er hat vns verkaufft/ vnd vnſer Lohn verzehret. Bey dieſem Vatier wirt Chriſtliche Kinderzucht ſchr theuwer geweſen ſeyn/ Sintemaler dem ʒeitlichen ergeben/ darzu mit Meidniſcher Abgotterey beflecket geweſen/ Aber was ſich durch Huͤlff Goet deß Heiligen Geiſtes arten wil zum guten/ ſchicket ſich bey zʒei Wie dann Rahel in heiliger Schrifft dieſes Lob hat/ daß ſieeinʒůch⸗ tig vnd gehorſam Jungkfraͤuwlein geweſen/ vnd jhres Vatters Gen. ⁊r Schafgehůtet/ Vnd hernach jhrem Gottſeligen fromen Ehegema⸗ hel/ dem lieben Jacob/ ſein groſſes Haußcreutz /vñ groſſe Vntreuw ſei⸗ Senz0. a nes Schwehers /ſo er jme erwieſe/ hab helffentragen. Freylich werden dieſe licbe Eheleutlein vnter jren Trubſaln vnd heiſſen Threnen viel Chriſtlicher vnd(otiſeliger Geſprech gehalten/ vnd eines das ander auff das freundilichſt getroſtet/ vnnd von der entpfangnen Verheiß⸗ ſung vndkůͤnfftigem Heiljre groſſe Hertzſchmertzen gemiltert haben. So befennen ſie auch mit der That ſelbſt/ daß allein ein eyniger cwiger/ Allmechtiger Goit ſey/ denman/ vnd ſonſt nichtt/ wie cmog Namen