Teil eines Werkes 
Erste Teil (1590) Vom XVII. Jar an, bis auff das XXII. / [Mitwirkende: Konrad Adelmann von Adelmannsfelden, Albrecht von Brandenburg, Andreas Bodenstein, Kaspar Creutziger d. Ä., Nikolaus von Amsdorff, Adolf von Anhalt Bischof von Merseburg; Johannes Eck, Friedrich III., Kurfürst von Sachsen, Gabriel von Eyb, Maximilian I., Kaiser; Leo X., Papst; Johann Friedrich II., Herzog von Sachsen; Johann Friedrich III., Herzog von Sachsen; Georg, Herzog von Sachsen; Johann Wilhelm, Herzog von Sachsen; Karl V., Kaiser; Philipp von Bayern; Philipp, Landgraf von Hessen; Johannes von Schleinitz, Bischof von Meißen; Georg Spalatin, Johannes Tetzel, Tommaso de Vio, Georg Rörer]
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Interricht wie O. RL bůcher nuͤtlich leſen ſl.

Borredevnd nterricht auff

alle Buͤcher vnd Schrifften O. R. L. wie man ſich darein richten/ vnd nuͤtzlich leſen ſol.

kLeich wie von anfang der Welt nuͤtz⸗Aeeeren D). uch vnd noͤtig iſt/ in den ſtreiten vnd kempffen der zen welwen Kirchen/ beide die Hiſtorien vnd Lere zubetrach⸗ alie nach anſ⸗ng ten. Denn die Hiſtorla erinnert den Leſer von vle⸗ geſfhrieben, len Sachen/ Nemlich/ Inwas fahr die Kirchen Sndurdoan ſehe/ Was ſie fuͤr Feinde habe/ Was die Lerer Aret aered a vynd Bekenner derſelden fuͤr ein Schutz haben/ Wie offt ſie wider⸗ vich u. umd ernewet vnd angericht werde ete. Alſo ſollen die Buͤcher des C. richten ſoi⸗ Ebrwirdigen Vaters Doct. N. L. mit nutz geleſen werden/ Iſt en aunmege, hoch von noͤten/ beide denen/ ſo zu vnſer zeit leben/ vnd nach vns ko⸗ ſese. men werden/ Das ſie auff die Hiſtorlen vnd Lere darinnen verfaſt⸗ wot achtung geben. 8*

r dieſem Hadder ond Streit vber der Lere/ war ſchreckkx liche Finſternis in der Kirchen/ von hoheh wichtigen Artickeln, Als nemlich/ Von der Buſſe/ von Gerechtigkeit des Glaubens/ Von ue vergebung der Suͤnde aus Gnaden vmb Chriſtus willen/ Von b rechter Anruffung/ Von vnterſcheid goͤttlicher Geſetze ond menſch⸗ licher Tradition oder Gebot/ Welche durch Heidniſchen Aberglau⸗ ben/ falſche Andacht vnnd geiſtligkeit der Werckheiligen one maſs

vnd ende geheufft waren/ Item/ von rechtem Brauch vnnd Hand⸗ lung der Satramenten. Der Jarmarckt/ Neſſen/ Vigilien zukeuf⸗

fen onnd verkeuffen/ Begengnis der Todten/ ond Anruffung der verſtorbenen Menſchen/ waren aller ding gleich heidniſcher Blind⸗ heit vnd Abgoͤtterey. Da waren beide Kirchen vnd Schulen voll

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Irrthum vnd vnnuͤtzer/ oͤrichter Fragen/ Als/ Ob Gott gebieten koͤndie/ das man haſſe: Aber dieſe vnd dergleichen leſterliche Fra⸗ gen kan ich on ſchmertzen nicht erzelen.

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ZIh ſolcher greivlicher Finſternis/ faſſeten viel vernuͤnffti⸗ ger Leute(Weil die Lere des Euangel zur ſelben zeit nicht ge⸗ wis vnd gruͤndlich erkleret/ vnnd derhalb dein armen Volck micht kondte fuͤrgehalten werden) heideniſche vnnd weltweiſer Leute ge⸗ dancken/ aus der Philoſophi/ von der Religion. Ind weredie⸗ ſer Vnraht weiter vund tieffer eingeriſſen/ Wo der Son Gottes Aaus groſſer vnauſſprechlicher Barmhertzigkeit(wie er denn offt⸗

L.) A mal die